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Erlebnis Berg…

Wendelstein, 1838 m – Ein Berg schreibt Geschichte.
Der Erlebnisberg im bayerischen Inntal für die ganze Familie.

Mit der erhabenen Eleganz einer jahrtausendelangen Kulturlandschaft, bewirtschaftet und gepflegt von den Bauern der alpenländischen Regionen, begrenzen die Alpen den Süden Deutschlands. Sie bestechen hier an ihrem Nordkamm mit saftigen Almwiesen, sanften Kuppen und Felsgipfeln, die sich mal filigran dem Himmel entgegen strecken oder sich den Naturgewalten der vier Jahreszeiten als mächtiger, massiver Felsstock entgegen stemmen.

Einer dieser mächtigen Felsengipfel ist der Wendelstein. Unverkennbar beherrscht er schon aus der Ferne erkennbar mit seiner abgerundeten charakteristischen Form das bayerische Alpenland hier im Mangfallgebirge. In den Himmel streckt sich aus der Kuppe heraus lediglich die weißrote Antenne des Bayerischen Rundfunks, der hier auf einer Höhe von 1838 Metern sein Quartier über den Wolken bezogen hat, sowie das Observatorium der Ludwig-Maximilians-Universität München, weiters die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes. Das ist die Neuzeit.

Wendelsteinhaus mit Gipfelmassiv
Wendelsteinkirche

Ein Berg aus der Urzeit der Erde

Der markante Berg über dem bayerischen Inntal lag einst, vor rund 250 Millionen Jahren, vor der afrikanischen Nordküste als Korallenriff unter dem Meer (wie das Weltkulturerbe, die Dolomiten). Diese lange Geschichte aus der Urzeit der Erde, kann im GEO-PARK des Wendelsteins auch von weniger geübten Wanderern auf vier ausgeschriebenen Wandertouren mit 36 Schautafeln über das urzeitliche Leben rund um den Wendelstein gut erkundet werden. Aufmerksame Wanderer werden so manche Fossilien wie Seeigel und Tintenfische aus der Urzeit entdecken. Imposant erhebt sich heute aus einer Muschelkalkwand des Urmeeres, das 1889 erbaute Wendelsteinkircherl, die höchstgelegene Kirche Deutschlands. In den Sommermonaten finden regelmäßig Berggottesdienste (auch Hochzeiten) statt und von Ende Oktober bis Mai hält das Kircherl je nach Witterung Winterruhe.

 

Lieblingsgipfel für Viele mit Weitblick und hungrige Bergdohlen

Der Wendelstein über dem bayerischen Inntal ist vieler Leut’ Hausberg. Da wären im Süden die Bayrischzeller, in Nordwest die Feilnbacher und Aiblinger, die Brannenburger und Flintsbacher im Nordosten oder die Oberaudorfer im Südosten. Von hier aus ist der Wendelstein kurvenreich über den Tatzlwurm, vorbei am tosenden Wasserfall und der Sudelfeldstraße zu erreichen. Einheimische, zahlreiche Besucher aus der rund 70 Kilometer entfernten Landeshauptstadt München und unzählige Touristen aus nah und fern lieben diesen Berg gleichermaßen.
Es ist ein unbeschreiblicher Hochgenuss auf dem in wenigen Stufen von der Bergterrasse aus zu erreichenden „Gachen Blick“ (Bild unten rechts) zu stehen und in die Ferne zu schwelgen – die dreitausender Gipfel der Ostalpen bewundern, den Großglockner, den Großvenediger und natürlich Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze im Wettersteingebirge.

Wendelstein, Karwendelblick
Wendelstein, Gacher Blick mit Zugspitze und Wettersteingebirge

Zahlreiche Wanderwege führen weit und weniger weit hinauf aus allen Richtungen und bescheren einen unvergesslichen Wandertag in einer grandiosen Berglandschaft. Wen von den aktiven Gipfelstürmern stört es angesichts dieser Pracht in luftiger Höhe, dass weniger sportliche Bergtouristen bereits vor ihm ausgeruht die Fernsicht von bis zu 150 Kilometern an klaren Tagen genießen und dabei den leiblichen Genüssen auf der großen Terrasse des Wendelsteinhauses frönen. Was könnte schöner sein, als die bayerischen Schmankerl mit Weitsicht

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und im Sonnenschein zu genießen, ab und an vielleicht gestört von bettelnden stets hungrigen Bergdohlen. Gut geübt im Kunstflug umkreisen sie die Leckerbissen und wer zu langsam schaut, dem wird flugs sein mundgerechtes Brezenstückerl aus der Hand genommen. Ein Spaß, der hier oben dazu gehört und das Bergerlebnis abrundet.

 

In Bahnen zum Gipfel

Die 1. Hochgebirgsbahn Deutschlands wird 100 Jahre

In einer modernen Großkabinen-Seilbahn aus Bayrischzell (Ortsteil Osterhofen) erreicht man seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in nur wenigen Minuten das bereits 1883 eröffnete Wendelsteinhaus am Plateau mit dem Gachen Blick unterhalb des Felsengipfels. Gemütlicher und nostalgischer geht es mit der Zahnradbahn ab Brannenburg. 25 Erlebnisminuten für die ganze Familie.

Harte Arbeit war es damals, die zwei Jahre andauerte, bis die knapp zehn Kilometer lange Bahnstrecke hinauf auf den Berg fertig gestellt war. Sieben Tunnel und acht Galerien schützen den Bahnverlauf vor Steinschlag und Lawinen. Im Mai 1912 wurde Deutschlands erste Hochgebirgsbahn feierlich eingeweiht und bis heute, hundert Jahre später, ist der Strom der Bergtouristen nicht abgerissen. Umso mehr ein Grund, den 100. Geburtstag der historischen Bahn im Mai 2012 mit einem großen Rahmenprogramm (Sonderfahrten mit dem historischen Zug von damals) zu begehen.

Auffahrt mit der Wendelstein-Zahnradbahn
Wendelstein, Zahnradbahn - 100 Jahre Bergbahngeschichte

Ein attraktiver Gipfel nicht nur für Bayerische Könige

Gründe, diesen Berg zu erfahren und begehen wären dies ja schon sehr viele gewesen, aber das ist bei weitem noch nicht alles. Ab dem Wendelsteinhaus lockt ein Steig im Fels zum Hundert Meter höheren Gipfel hinauf auf 1838 Meter. Der noch verbleibende und mühsame Aufstieg zum schwindelerregenden Gipfel ist gut gesichert und entlohnt für jegliche Anstrengung und unzähligen Stufen mit einer Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Hier oben trotzt die kleine Wendelinkapelle seit 1718 (vom Sixtenbauern aus Bayrischzell aus Dankbarkeit erbaut) Wind und Wetter. Im Juli 1858 wurde dieser Gipfel vom Bayerischen König Max II. und seiner Gemahlin Maria, der ersten bergsteigenden Berlinerin erklommen. Ab dieser Zeit entwickelte sich der Wendelsteingipfel zum Wanderziel der Münchner und den ersten Sommerfrischlern, die sich das Bergerlebnis nicht entgehen lassen wollten. Ende des 19. Jahrhunderts war der Wendelstein der meistbestiegene Gipfel der bayerischen Alpen. Dieses mächtige Felsmassiv hat seine Attraktivität für große und kleine Besucher bis heute erhalten, die allerdings seit 1912 das Plateau unterhalb des Gipfels wesentlich bequemer mit der Zahnradbahn ab Brannenburg erreichen.

Eine abenteuerliche Höhle, ein Weg in das Gipfelmassiv

1864 wurde die Wendelsteinhöhle entdeckt, die 300 Meter in den Fels hineinführt, in die Dunkelheit. Über 82 Stufen wird der Höhlenbesucher (Eintritt 1 Euro, Zutritt unmittelbar hinter der Bergstation der Zahnradbahn) in die Tiefe geführt. Von hier geht es Links etwa 200 Meter eng und verschlungenen zum Höhlendom.

Ein beeindruckender Weg, der ausreichend aber dezent beleuchtet vorbei an Erlebnisstationen mit Tastbildschirm führt. Rechts geht es in nur 30 Metern zum tiefsten Punkt der Höhle, der „Kältefalle“, in der auch in heißesten Sommermonaten Schnee zu finden ist. Die modernste Schauhöhle Deutschlands bietet familiengerechte Entdeckertouren zum Thema Höhle in den Sommermonaten von Juni bis September. Abenteurer können in dieser Zeit auf geführten Klettertouren (Kleingruppen von 5 – 8 Personen, inkl. Ausrüstung) in unerschlossene Höhlenbereiche vordringen. Eine Anmeldung hierzu ist unbedingt notwendig.

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Der Wendelstein, ein Berg für 365 Tage im Jahr und somit wintertauglich

Hochalpines Vergnügen zu allen Jahreszeiten, dafür ist der Wendelstein eine Garantie. Alpine Wintersportler, die den Rummel der großen Skischaukeln meiden wollen und anspruchsvolle Pisten suchen, werden sich diesen Skiberg gerne mit den Insidern aus München und dem Umland teilen. Von zwei Seiten erschlossen, mit Seil- und Zahnradbahn ist die 5 km lange Westabfahrt nach Bayrischzell die längste am Wendelstein und mit rot (mittelschwer) gekennzeichnet. Die beliebteste Abfahrt jedoch führt in 3,8 Kilometern zur Mitteralm im Osten auf 1200 m (Mittelstation der Zahnradbahn). Sie erfordert große Fahrsicherheit auf den Brettern und ist schwarz ausgezeichnet. Zwei Schlepplifte (Schwierigkeitsgrad rot, Abfahrtslänge 800 und 1200 m) befinden sich auf der Westabfahrt in Richtung Bayrischzell bei den Wendelsteinalmen.

 

Informationen und Wanderkarten
erhalten Wendelsteinbesucher an den Talstationen in Bayrischzell und Brannenburg, Auskünfte über die Schneelage unter +49 (0) 8034 308-111 sowie die aktuellen Preise mit vergünstigten Familientarifen für die Bergbahnen im Internet unter wendelsteinbahn.de

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2012 >  

Historische Route zwischen Isar – Inn (in Kürze)

 

Ihre Anreise können Sie wie folgt planen

  1. Autobahn A8 München – Salzburg, ab dem Dreieck Inntal in Richtung Kufstein, Innsbruck. Ausfahrt 58 Brannenburg
  2. Autobahn A8 München – Salzburg bis Weyarn, Ausfahrt 98. Weiterfahrt über Miesbach und Schliersee nach Bayrischzell. 
  3. Von Süden kommend über die Inntalautobahn Innsbruck – Rosenheim A12 bis zur Ausfahrt 59 kurz nach der Grenze, Oberaudorf. Über Niederaudorf zum Tatzlwurm und Sudelfeld nach Bayrischzell. Alternativ wie unter 1 beschrieben nach Brannenburg.

Oder Sie erkunden des bayerische Voralpenland entlang der Historischen Route Isar – Inn (in Kürze online)


Hotels und Urlaubsdomizile in der Wendelsteinregion (in Kürze)

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