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Bergwandern im Schnalstal und Naturpark Texelgruppe

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Lärchen in bunten Herbstfarben, Schafe, schöne Bergbauernhöfe, Gletscher und eine Weltsensation... die Gletschermumie "Ötzi", der Mann aus dem Eis.

Das wildromantische Seitental Schnalstal ist ein wahres Wellness-Refugium für die Seele. Abseits des Rummels und inmitten einer einmalig reizvollen Landschaft ist jeder Wandertag ein erholsames Erlebnis. Die gut ausgebaute Straße ins Tal führt bei Naturns durch ein Tunnel, vorbei an der Burg Juval oder besser gesagt unter dem Burgberg hindurch in ein zuerst enges Tal, das sich nach wenigen Kilometern bei Katharinaberg öffnet. Katharinaberg thront sehr beeindruckend auf einem Felsen in 1.245 m Höhe. Kurz nach Katharinaberg zweigt rechts die Straße ins Pfossental ab und führt weit in den Naturpark Texelgruppe hinein. Auf der Talstraße weiter erreicht man das sehenswerte kleine Karthaus in den einstigen Klostermauern des Karthauserklosters Allerengelberg, das nach einem Brand von 1924 wieder aufgebaut wurde (Kreuzgang, Mönchszellen). Ab dem Wallfahrtsort Unsere Frau in Schnals öffnet sich das Tal und weiße Berggipfel zeigen sich. Eine malerische Kulisse bietet der Vernagtsee. Das herbschöne Tal endet nach rd. 25 Kilometern in Kurzras auf 2.014 m Höhe. Von hier erreicht man mit der Schnalstaler Gletscherbahn das 3.212 m hoch gelegene Grawand und eine fantastische Gletscherwelt.

Seit vielen Jahrhunderten ziehen Anfang/Mitte Juni, je nach Witterung, die Hirten mit ihren Schafen vom Vinschgau und Schnalstal über das Hochjoch (2.857 m, Übernachtungsmöglichkeit in der Schönen Aussicht oder Refugium Zollhaus) und Niederjoch (Fundort von Ötzi, 3.019 m) rund 45 km bis zu den Sommerweiden nach Vent, die den Schnalstaler Bauern gehören. Die Schafherden die weit über 3.000 Tiere zählen, legen von Hunden begleitet einen äußerst anstrengenden Marsch von zwei Tagen zurück. Keine leichte „Bergwanderung“ für Mensch und Tier, denn egal ob Zwei- oder Vierbeiner gilt es Schneefelder, Steige und Felsrinnen zu überwinden, bis sie endlich in ihrem Sommerquartier angekommen sind. Mitte September (Termin siehe Veranstaltungen) geht es dann wieder übers Hochjoch zurück in den Vinschgau bei etwas besseren Witterungsbedingungen. Angekommen in der Heimat werden die Hirten und ihre Schafe mit einem großen traditionellen Fest begrüßt.

Durch das Tal führen mehrmals täglich Busverbindungen bis Kurzras. Der Archeo Park in Unsere Frau (berühmte Wallfahrtskirche) zeigt Lebensweise und Umwelt der Menschen in der Jungsteinzeit, die Zeit des Mannes aus dem Eis. Ötzi lebte ca. um 3350 v. Christus. Öffnungszeiten: Di - So 10 - 18 Uhr von März bis Anfang November, im Juli und August auch montags und an Feiertagen geöffnet. Mehr über "Ötzi", dem Mann aus dem Eis erfährt man im Archäologiemuseum in Bozen. Über dem Taleingang befindet sich das Schloss Juval (Messner Mountain Museum) Besichtigungen von Palmsonntag bis Ende Juni und September bis November (täglich außer Mittwoch 10 - 16 Uhr. Führungen)

Schnalstaler Bergbahn mit Sommer- und Winterpanorama >

Das Schnalstal bietet unendlich viele Möglichkeiten zum Bergwandern. Rund 240 km warten auf die Wanderer in den Ötztaler Alpen, dem Naturpark Texelgruppe (33.430 ha) und auf dem Meraner Höhenweg. Das Pfossental zählt zum Herzstück des Naturparks Texelgruppe (Tour Hochwilde/Stettiner Hütte, siehe unten). Mit urigen Almen, einer großzügigen Pflanzenvielfalt, Murmeltieren, Gämsen und Steinböcken lässt sich die unberührte Natur leicht erleben. 

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Vernagtsee, Schnalstal

Finailhöfe

Die berühmten Schnalser Berghöfe über dem Vernagtsee (1.952 m) - weiter nach Kurzras oder durch das Tisental zur Similaunhütte (3.017 m)

Diese Höhenwanderung von Hof zu Hof bietet schöne Ausblicke auf den großen See und die aufragenden Dreitausender. Finail steht nicht nur am höchsten, sondern auch am schönsten Platz des Tales. Das älteste Gebäude ist mehr als 600 Jahre alt. Die Berghöfe sind noch in Ihrer ursprünglichen Bauweise aus Lärchenstämmen erhalten, die durch die Witterung eine dunkelbraune, fast schwarze Farbe erhalten haben.


Ausgangsort: Parkplatz in Vernagt am See
Höhenunterschied: 400 m
Gehzeiten: Vernagt - Tisenhof 20 Min., Tisenhof - Rafein 1/2 Std., Rafein - Finailhöfe 1/2 Std., der Weiterweg nach Kurzras (2.011 m) ca. 1 1/2 Std. erfordert teilweise Trittsicherheit über steile Waldhänge.

Tagestour: Das 3.017 m hoch gelegene Schutzhaus, die Similaunhütte (im Sommer bewirtschaftet) über der Einsattelung des Niederjochs, erreicht man auf gut markiertem Hüttenweg in ca. 3 1/2 Std. vom Tisenhof. Von der Hütte führt ein markierter Steig in Richtung Finailspitze zum Tisenjoch, ca. 1 Std. - Fundort Ötzi.

 

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Unsere Frau, Schnalstal

Schnalser Wanderweg entlang eines der ursprünglichsten Täler Südtirols...

Tal- und Ausgangsort ist Karthaus auf 1.327 m. Schmucker Mittelpunkt des Ortes ist das ehemalige Karthäuser Kloster, das fast 500 Jahre das Leben im Tal bestimmte. Von Karthaus wandert man über die Raindlhöfe (1 Std.) und weiter über Unsere Frau (eine weitere Stunde) auf der Forststraße oberhalb des Dorfes. Auf dem Weg 15 gelangt man zur Staumauer des Vernagtsees und wandert in einer ebenen Wanderung den See entlang bis es am Nordende wieder bergauf geht. Über schöne Wiesen und dem Wiesenhof erreicht man Kurzras.

Anforderung: leichte Wanderung, markierte Wege
Gehzeit: Karthaus - Kurzras ca. 5 Stunden, Karthaus - Vernagtsee knapp 3 Std.
Höchster Punkt: Kurzras, 2011 m


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Schutzhaus Schöne Aussicht  - 2.842 m

Schnalstaler Gipfelparade, auf Ötzis Spuren...

Schutzhütte Schöne Aussicht, 2.842 m
Grawand, 3.251 m
Hintern Eis, 3.270 m
Finailjoch, 3.125 m
"Ötzi" Fundstelle, 3.210 m
Similaun, der 3.606 m hohe Klassiker!
Refugium Zollhaus, 2.850 m - Hier steht ein Bett für Sie bereit!

 

Komfortabler Tourenstützpunkt in prächtiger Lage (Buchung Hotel Goldene Rose). Idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Hochtouren.
Ausgangsort: Kurzras (2.011 m). Die Schöne Aussicht liegt am höchsten Punkt des Hochjochs, des eisfreien Übergangs von Vent nach Kurzras. Dieser Alpenübergang wurde seit Jahrtausenden benützt (Schafübertrieb). Leichter Anstieg von Kurzras auf dem Hüttenweg, dann über die freien Hänge und das weite Blockkar zum Schutzhaus.
Beim Abstieg von der Seilbahnstation Grawand überquert man den Hochjochferner. Bei Schneeauflage günstig, wenn schneefrei gut bez. Seilsicherung.   
Gesamtzeit: von Kurzras 2,5 Std. oder Abstieg von der Bergstation Grawand ca. 1 Std. (Auffahrt mit der Seilbahn ab Kurzras)
Höchster Punkt: Schöne Aussicht, 2.846 m, Abstecher zum Refugium Zollhaus an der italienisch-österreichischen Grenze 2.850 m / Grawand 3.212 m
Höhenunterschied: 835 m
Sehenswert: Der weite Hochjochferner mit Schwarzer Wand und Finailspitze. Herrlicher Rundblick von der Bergstation. 

 

Am Hintern Eis (3.270 m)

Ausgangspunkt: Schöne Aussicht. In mäßiger Steigung beginnt der Weg "Hintereis" über die Block- und Schutthänge in nordwestlicher Richtung. Man überquert eine Mulde (im Sommer ein kleiner See) und geht weiter über den Schneehang (oder leichter links des Schnees) zum Hintern Eis mit Gipfelzeichen (Liftbergstation).
Höhenunterschied: 420 m
Gehzeit: gesamt ab/bis Schöne Aussicht ca. 2 1/4 Std.
Anforderung: gut markierter Steig bis unter den Gipfel
Sehenswert: Gipfelschau auf die höchsten Erhebungen der Ötztaler Berge

 

Grawandgrat (3.251 m) und Finailjoch ( 3.125 m)

Über Kurzras zum Ausgangspunkt Bergstation Grawand. Über den Steig zum Grawandgipfel. Über den luftigen Grawandgrat in leichtem Auf und Ab hinüber zum Firnfeld unterhalb des Finailjochs. Durchs Finailtal führt der Weg hinunter zum von weit oben sichtbaren See, vorbei an den Finailhöfen. Vom See taleinwärts nach Kurzras oder talauswärts nach Vernagt.
Höhenunterschied: 1.440 m
Gehzeiten: Bergstation - Grawandgipfel 1/4 Std., weiter zum Finailjoch 1 1/2 Std. und weiter zu den Finailhöfe 2 1/2 Std. und zur Straße/See 1/2 Std. Gesamt: 4 3/4 Std. 

 

Ötzi Fundstelle, Niederjochferner (3.210 m)
Abstecher Similaun, der Klassiker in den Ötztaler Bergen, nur für geübte Hochalpinisten geeignet

Hier hat das Eis einen Menschen 5.300 Jahre lang konserviert... die Altersbestimmung nach der Radiokohlenstoff-Methode machte die Sensation erst perfekt. Die Gletschermumie, die das Eis 1991 frei gegeben hat, ist vor 5.300 Jahren gestorben. Ötzi lag ortsfest in einer Felswanne und konnte so nicht wie Gletscherleichen üblich, mit dem Eis ins Tal abfließen. Die Leichen werden nach einigen hundert Jahren im Ablationsgebiet wieder frei gegeben. Nicht dieser Mann aus dem Eis. Das Eis bedeckte ihn 15.000 Generationen lang.

Tal- und Ausgangsort: Vernagt, 1.700m
Gehzeit: 8 3/4 Stunden
Höhenunterschied: 1.520 m
Anforderung: Gute Kondition und Trittsicherheit im hochalpinen, stellenweise steilen Urgesteinsgelände

Von Vernagt über den Tisenhof und das Tisental geht es vorbei am jungsteinzeitlichen Steinernen Labyrinth (Schnegg, 2360 m) geht es über teils schroffes Gelände zum Niederjoch und weiter zur Similaunhütte (3.019 m). Von der Hütte geht es über einen gesicherten Steig zum Tisenjoch nahe der Fundstelle von Ötzi. Der Abstieg auf dem Anstiegsweg.

Variante: Von der Similaunhütte geht es in 1 1/2 Std. zum 3.606 m hohen Similaun. Vorsicht! Nur mit Hochtourenausrüstung, Seil und entsprechender alpiner Ausbildung. Unter dem Schnee lauern Spalten und ein kleiner Ausrutscher kann fatal enden.


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Alpen-Hauswurz aus dem Vinschgau

Familienwanderung Mastaunalm (1.810m)
und anspruchsvolle Wanderung weiter zum Mastaunjoch (2.932 m)

Ausgangsort: Unsere Frau (1.508 m), vom nördlichen Ortsende wandert man auf breiten Zufahrtsweg ins Mastauntal und zum Mastaunhof. Wenig ansteigend geht es durch das Tal (schöne Rast und Spielplätze am Bach) zur Mastaunalm mit sehr gepflegten Almwiesen.
Variante: Ab Zentrum geht es auch über einen steileren Fußweg ins Mastauntal.

Gehzeit: zum Mastaunhof 1/2 Std., Mastaunalm 40 Min., Abstieg nach Unsere Frau 1 Std. 
Höchster Punkt: Mastaunalm bzw. das Mastaunjoch
Variante: Der Weiterweg ab der Mastaunalm zum Mastaunjoch ist unschwierig jedoch anspruchsvoll. Von der Mastaunalm zum Joch geht man 3 Std. - Übergang vom Schnals- ins Schlandrauner Tal möglich. Eine lange und anspruchsvolle Tour von 6 Std. 


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Hochwilde, 3.480 m

Durchs Pfossental, Eisjöchl (2.895 m) und über die Stettiner Hütte (2.875 m).

Tal- und Ausgangsort: Karthaus, Parkplatz Vorderkaser, 1.693 m, schmale Zufahrt. 
Anforderung: bis zur Hütte leicht
Die Gipfeltour zur Hochwilden erfordert Felsgewandtheit und Schwindelfreiheit in hochalpinem Steilgelände. Steigeisen, Stöcke und ggf. Pickel ratsam.
Gehzeit zum Gipfel gesamt: 11 1/2 Std.
Gehzeit zur Hütte gesamt: 6 3/4 Std.
Höhenunterschied: 1.800 m

Die lange Wanderung durch das Pfossental, das Herzstück des Naturparks Texelgruppe, ist voller landschaftlicher Eindrücke und Einkehrmöglichkeiten, bis man das Eisjöchl auf einem geschotterten ehemaligen Militärweg erreicht. Von hier aus ist es nicht mehr weit zur Stettiner Hütte.
Auf dem gen Norden führenden Steig ab der Hütte erreicht man über eine Steilstufe den Hans-Grützmacher-Steig, den oberen Rand des Langtaler Ferners (3.320 m). Der Weiterweg erfordert eine alpine Ausbildung bis zum Hauptgipfel. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg.

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Zum ausgiebigen Bergwandern, Tourbeschreibung und Einkehrmöglichkeiten empfehlen wir Ihnen die Wanderbücher des Bergverlages Rother.

 

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