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Vinschgau, das Schlaraffenland Südtirols

Vinschgau, das ist hoch hinaus oder drunt’ im Tal. Burgen, Äpfel, Marillen und Palabirnen. Schlemmen nach Sternen und Hauben, dazu eine köstliche Marende mit einem Vinschgerl dazu... und im Frühling verwandeln die Apfelbäume das Tal in ein Weisses Meer.

 

Vinschgau, das ist Bergurlaub für Jung und Alt, für Genießer und Aktive. Vinschgauer, das sind Bergmenschen mit natürlicher Herzlichkeit.

„Täglich drei Äpfel verspeisen und man bleibt kerngesund“, so versprechen es die Südtiroler Apfelbauern. Verwandeln die zahlreichen Apfelbäume im April und Anfang Mai das Vinschgauer Tal noch in ein weißes Blütenmeer, so hängen die Bäume im Herbst voller dicker saftiger Äpfel vom knackig frischen Grün bis zum kräftigen Rot. Ein Vergnügen zum Reinbeißen. Südtiroler Äpfel sind beliebt auch bei den Urlaubsgästen. Die Vinschger Gastronomie bietet neben Speckknödel, Berglammgerichten sowie der süßen Verführung von Marmeladen- und Mohnkrapfen, auch Apfelmenüs in den leckersten Variationen.

Im „Weissen Rössl“, Lichtenberg (Link am Ende dieser Seite) wird eine vorzügliche Apfelsuppe direkt im ausgehöhlten Apfel serviert. Ein feines Süppchen, das gleich mit der Terrine verspeist werden kann. Genuss wird hier nicht nur für den Gaumen serviert, sondern auch für das Auge. Unbedingt „erleben“ sollte man das Sternerestaurant Kuppelrain (Link am Ende dieser Seite) in Kastelbell. Jörg Trafoier, ein Magier am Herd, der seinen Gästen einen unvergesslichen Gaumen- und Augenschmaus serviert.

 

Der Südtiroler Vinschgau ist auch Mittelpunkt für Bergradfahrer, Familienradwanderer und den zwischenzeitlich zahlreichen Nordic Walking Fans. Wer ohne Rad und Stöcke in die Natur will, der findet zahlreich, schöne und gut ausgebaute Wanderwege. Höhenwanderwege oder himmelstürmende Steige in die weiß glitzernde Bergwelt (Sommerskigebiet). Das mächtigste Bergmassiv ist der Ortler im Nationalpark Stilfserjoch, der es mit seinen Spitzen auf ganze 3.905 Meter hinauf schafft. Ein Berg, der süchtig macht. Nicht nur den begeisterten Kletterer, sondern auch den stillen Naturbewunderer. Grate, Kare, Gletscherseen und Almen zum Sattsehen. Mehr zum 130.000 Hektar großen Nationalpark Stilfserjoch, der zu den größten Schutzgebieten Europas zählt, erfährt man im „aquaprad“, direkt in Prad am Eingang zur Passstraße, die bis auf 2.757 Meter hinauf zum Joch führt.

 

Nur wenige Kilometer von Prad befindet sich Glurns. Die einzige Stadt des Vinschgaus ist mit grad mal 800 Einwohnern auch die kleinste Stadt des Alpenraumes. Glurns ist von einer dicken Stadtmauer mit Wehrgang umschlossen. Die Zeit, so scheint es, ist in dieser mittelalterlichen Stadt stehen geblieben. Wenige Minuten von Glurns entfernt findet man ein von jeder Tourismuswelle vergessenes, aber äußerst malerisches Dorf. Lichtenberg, mit der gleichnamigen Burgruine aus dem 13. Jahrhundert. Die große Burganlage war einst im Besitz des Grafen von Tirol. Freskenzyklen zeugen noch heute von der einstigen Pracht dieses Schlosses. (Führungen von April bis Oktober).

Bernhard Tschenett, ein Weltenbummler in Sachen „Hotellerie“ kehrte nach langen Jahren in die Heimat zurück. Vom Vater übernahm er den vom Einsturz gefährdeten historischen Gasthof „Weisses Rössl“ im Zentrum von Lichtenberg. In drei Jahren Bauzeit verwandelte er den von 1480 stammenden Gasthof in ein bezauberndes romantisches Hotel, in dem das moderne Design das Alte bewahrt und den passenden Rahmen verleiht. Eine der vielen Besonderheiten des Hauses ist die gotische Gaststube, die nach dem fünfhundert Jahre alten Original wieder hergestellt wurde. Für die Erhaltung des Kulturgutes Weisses Rössl, erhielt Bernhard Tschenett eine Auszeichnung des Südtiroler Landes.

 

Angespornt von der Tatkraft des Heimkehrers erwachte bei den Lichtenbergern die Aufschwungstimmung. Ein schmucker Dorfplatz mit Brunnen wurde neu gestaltet, ein Treff für Einheimische und Gäste, nicht nur für einen Plausch am Abend. Die gutmütigen Südtiroler Haflinger des Ortes, werden gerne zum neuen Dorfbrunnen geführt, der den Pferden als kühle Erfrischung dient. Diese hübschen Füchse mit der hellen Mähne sind eine willkommene Abwechslung beim Plauderstündchen. Die kleinen wie auch großen Leute dürfen die stolzen Haflinger, die ihren Ursprung hier im Vinschgau vor 125 Jahren hatten, schon mal durch die dicke feste Mähne streicheln.
Dem allem noch nicht genug, wurde in Lichtenberg der erste und einzige Golfplatz im Vinschgau geschaffen, der Golfclub Vinschgau gegründet. Sehenswert in Lichtenberg auch das Kirchlein St. Christina auf Pinet, malerisch auf einem prähistorischen Hügel hoch über dem Dorf und der Burgruine gelegen, die an ein verwunschenes Dornröschenschloss erinnert. Ein lohnendes Wanderziel mit grandiosem Ausblick. Gleich gegenüber im Tal thront weithin sichtbar die mächtige Churburg (Historische Route: Mittelalter Route Vinschgau), seit über 700 Jahren im Besitz der Geschlechter Matsch und Trapp. Sie überzeugt mit Arkaden aus der Renaissance, einer romanischen Burgkapelle sowie der Rüstkammer. In dieser, den Besucher schier überwältigenden Kammer mit der „eisernen Garderobe“, stehen fünfzig vollständig erhaltene Rüstungen der einstigen Ritter, die schwer beladen in den Kampf zogen.
Verlockend zum Wandern sind die beliebten „Waale“. Entlang dieser alten Wasserwege, die noch heute zur Bewässerung der Obsthaine von Nutzen sind, lässt sich der Vinschgau sehr gut zu Fuß erkunden. Zur Rast lohnt es sich in einer der gastlichen Hofschänken am Weg einzukehren. So manche dieser Hofschänken hängen wie ein Adlerhorst am Berghang, mit einem fantastischen Ausblick hinunter ins Tal. Die Zeit für eine südtiroler Brotzeit, der „Marende“ mit Speck, dem typischen flachen Vinschger Brot, auch Vinschgerl genannt und einem Glas Roten, sollte man sich in jedem Fall nehmen. Zu einer deftigen Marende gehört ein kräftiger Schluck Südtiroler Schnaps, ein Treber- oder Apfelbrand. Wer es etwas milder mag, sollte die Vinschger Marille wählen.

 

Im Vinschgau hat die Sonne das Sagen und das an über 300 Tagen im Jahr.
Ein lohnendes Ziel für alle die sich auf zwei Beinen oder Rädern vorwärts bewegen und trockenen Fußes das Ziel erreichen wollen. Wen die Füße vom vielen Laufen oder Radeln nicht mehr tragen, der kann mit der Vinschgerbahn auf geruhsame Art seinen Ausgangspunkt wieder erreichen. Die Bahn verbindet regelmäßig die Orte zwischen Mals und Meran. Fahrräder werden selbstverständlich auch mitgenommen. Eine gute und praktische Einrichtung speziell für Familienurlauber, die so manche Etappe mit den Kleinsten nicht mehr schaffen. Hier im Vinschgau kommen kleine und große Leute bequem ans Ziel.

 

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