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Das Engadin vom Malojapass über St. Moritz bis zur alten Zollstätte
Finstermünz am Inn
Vom Süden kommend steigt der Malojapass, der niedrigste Schweizer Alpenpass,
von Casaccia aus, steil an und führt über teils enge Serpentinen hinauf zur
Passhöhe auf 1815 Meter. Der Passweg vom Comersee und Chiavenna durch das
Bergell hinüber in den Engadin ist seit der Antike eine beliebte Alpenroute.
Malerisch führt die Strecke entlang der Oberengadiner Seen Silser See,
Silvaplana See bis zum St. Moritzer See. Wer es schafft, sich von der
Alpenmetropole St. Moritz zu trennen, den erwarten noch so manche Schönheiten am
Wegesrand entlang des Inns. Im Rätoromanischen heißt der Inn "En" und gibt so
der gesamten Region seinen Namen - Engadin.
Länge der Route: Bergell bis Finstermünz rd. 120
km Abstecher: Müstair (ca. 40 km), Samnaun (ca. 17 km)
Die Historische Route in Kürze: Klicken Sie dazu
bitte auf das 1. Bild und blättern Sie den Routenverlauf durch.
Bergell - Val Bregáglia
Das Bergell ist ein Ausläufer des Inntales (Quelltäler) und führt aus dem
Südwesten von Chiavenna in der Lombardei (Italien) vorbei an Stampa,
Vicosoprano nach Casaccia. Das italienischsprachige Tal bezaubert mit seinen
landschaftlichen Reizen und hübschen Dörfern. Das hübscheste Dorf ist
zweifelsohne Soglio (1000 Meter ü.M.), das weniger als 200 Bewohner zählt und im
12. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Ich hoffe Sie haben bei Ihrer Fahrt
durch das Bergell und nach Soglio keinen Wolkenhimmel und klare Sicht auf die
umliegenden meist weißen Gipfel, die den engen Gassen mit ihren
schiefergedeckten aus Bruchsteinen erbauten Häusern und malerischen
Palazzi einen bezaubernden Rahmen verleihen.
Stampa - Palazzo Castelmur
Der Palazzo Castelmur (1854 vollendet) kurz vor Stampa erhebt sich
eigenwillig an der Nordflanke des Tales. Erbaut wurde der Palast von Giovanni
Castelmur (geboren im Jahr 1800 in Stampa). Heute beherbergt der Palazzo das
Archivio Storico, geöffnet von Juni bis September.
Ab Casaccia schlängelt sich die Bergstraße in steilen engen Kehren hinauf auf
den Malojapass, 1815 Meter. Die Nordseite des Passes im Engadin fällt flach ab,
vorbei an den Oberengadiner Seen und entlang des noch jungen Inns.
Malojapass, 1815 Meter ü.M.
Politsch gehört die Hochebene Maloja ins Bergell (Stampa) geografisch aber
eindeutig in den Oberengadin. Als Wasserscheide ist Maloja aber ein europaweiter
Einzelfall. Am Piz Lunghin (2780 Meter) befindet sich die wichtigste
Wasserscheide Westeuropas (3 stündige Wanderung ab Maloja). Der Inn fließt durch
das Engadin in die Donau und das Schwarze Meer, die Julia schickt ihr Wasser in
den Rhein bis in die Nordsee und die Maira fließt durch das Bergell und den
Comersee ins Mittelmeer. Europas größte Ansammlung von Gletschertöpfen (36)
wurden 1884 beim Bau des Schlosses Belvedere entdeckt und freigelegt. Das
Wahrzeichen von Maloja ist der Turm Belvedere, mit einer herrlichen Aussicht ins
Bergell und die Oberengadiner Berge. Ausstellungen täglich geöffnet von Juli bis
September.
Der Künstler Giovanni Segantini (1858 – 1899) verbrachte
seine letzten Lebensjahre in Maloja, Atelier Segantini. Das Atelier zeigt
Briefe, Skizzen und persönliche Gegenstände des Malers, der als ein
Hauptvertreter des Symbolismus gilt, mit seinen Bildvisionen von ungemeiner
Leuchtkraft. Das Museum Segantini befindet sich in St. Moritz (Bild). Das
Museum wurde 1908 als begehbares Denkmal für den Maler erbaut. Als Rotunde
erinnert der Bau an den Pavillon, den Segantini für sein Engadiner Panorama für
die Weltausstellung in Paris (1900) geplant hatte. Seine letzte Ruhestätte
befindet sich im Segantini-Friedhof in Maloja.
Oberendaginer Seenplatte - über 100 Jahre Kursschiffahrt
Das Hochtal des Oberengadin bezaubert mit seinen tiefblauen Seen und
Bergflanken mit weißen Gipfeln. Vom Süden her erreicht man den Silsersee, den
Silvaplanersee der mit dem Lej da Champfèr verbunden ist und dem weltberühmten
St. Moritzersee, der an seiner Nordseite von der Alpenmetropole St. Moritz
(1.856 m) und dem Piz Nair (3057 m) überragt wird. Wassersportler, Wanderer,
Biker, Golfer und insbesondere die Wintersportler treffen sich hier gerne im
sogenannten "Champagnerklima".
Europas höchstgelegene Kursschifffahrtslinie wurde im Jahr 2008 einhundert
Jahre alt. Ab Sils-Maria verkehren in den Sommermonaten 3 – 4 mal täglich auf
einer Höhe von 1800 Metern moderne Kursschiffe nach Maloja. Auf der Fahrt kann
man 40 Minuten lang eine fantastische Aussicht und Ruhe genießen.
Sils-Maria
Idyllisch eingebettet zwischen Silser- und Silvaplanersee liegt Sils, der
Kulturort im Oberengadin. Die weite des Tales, die mystischen Seen wirkten
besonders anziehend auf Schriftsteller und Künstler wie Hermann Hesse, Beuys und
David Bowie. Friedrich Nietzsche wohnte in den Sommer-monaten von 1881 bis
1888 in Sils Maria. Hier arbeitete er an >Zarathustra< und dem
>Antichrist<. In seinem ehemaligen Wohnhaus, heute Museum, erinnern
persönliche Gegenstände, Fotos und Bücher an die Zeit des großen Philosophen.
Die unter Denkmalschutz stehende reformierte Kirche Sils-Maria (Neubau 1597)
ist eine der ersten protestantischen Kirchen Graubündens. In der nähe der
heutigen Kirche befand sich im Mittelalter ein Sakralbau. Sils ist im Sommer
wie im Winter Anziehungspunkt für Wasser- und Wintersportler. Wanderer und
Skilangläufer finden ideale Bedingungen im autofreien Fextal und rund um die
Seen, Skifahrer und Snowboarder starten gleich auf den Silser Hausberg
Furtschellas und weiter zum Corvatsch mit modernen Seilbahnen hinauf auf 3303
Meter über dem Meer.
St. Moritz
Seit 3000 Jahren ist St. Moritz wegen seiner Heilquellen bekannt und seit dem
19. Jahrhundert auch als Geburtsstätte des Wintertourismus und des Golfspiels
auf dem europäischen Festland (erster Golfplatz!). St. Moritz war Austragungsort
der Olympischen Winterspiele 1928 und 1948 sowie zahlreicher
Weltmeisterschaften. Die mondäne Alpenmetropole zieht internationale Gäste an
und lädt zum Shoppen mit Stil und Eleganz ein. Mit der herrlichen Lage am St.
Moritzersee läßt sich Natur, Kultur, Sport und Ruhe in allen vier Jahreszeiten
bestens verbinden. Über das Ortsbild selbst kann man geteilter Meinung sein. Mit
den großen Hotelbauten des 20. Jahrhunderts ging der Charme eines typischen und
liebenswerten Engadiner Dorfes verloren.
Die dreischiffige Basilika St. Karl wurde 1889 im Stil der lombardischen
Romanik und mit einem freistehenden Campanile erbaut. Die Kirche dominiert das
Bild von St. Moritz-Bad direkt am See.
Ein Kuriosum und Wahrzeichen in St. Moritz-Dorf ist der "Schiefe Turm" der
ehemaligen Mauritiuskirche aus dem 15. Jahrhundert. Das Kirchenschiff wurde
wegen Baufälligkeit 1893 abgerissen. Sehr empfehlenswert sind das Museum
Segantini (siehe oben) und das Engadiner Museum im natürlich typisch
Engadinerhaus mit Sgraffiti an der Fassade.
Celerina, Kirche San Gian
Das hübsche Dorf mit den beeindruckenden Engadiner Häusern aus dem 16. und
17. Jahrhundert ist ein kleines Paradies. Über die Bergstation Marguns-Corviglia
erreicht man das Skigebiet der Nachbargemeinde St. Moritz, den Piz Nair, 3057 m.
Gegenüber im Tal geht es mit der über 100 Jahre alten Standseilbahn im
leuchtenden Rot, hinauf auf den schönsten Aussichtsberg über die Oberendaginer
Seenplatte, Muottas Muragl. Von hier erreicht man in ca. 2 Stunden die
Segantinihütte und den Schafberg. Hier starb der bekannte Maler und
Wahlengadiner Giovanni Segantini. Außerhalb des Dorfes steht seit dem 14.
Jahrhundert die Kirche San Gian. Teile der Kirche wie der Chor, das Langhaus und
der kleine Turm gehen auf das Jahr 1100 zurück. Die Kirche empfängt den Besucher
mit einer bemalten Holzdecke mit Spitzbögen aus der Gotik (1478). Die
Wandmalereien stammen aus der lombardischen Frührenaissance. 1682 traf ein Blitz
den großen Turm. Der Spitzhelm wurde ein Opfer der Flammen und wurde nicht
wieder hergestellt, da es bereits eine Kirche im Zentrum des Dorfes gab. San
Gian wurde zum Wahrzeichen von Celerina.
Bever, San Giachem
Die erste urkundliche Erwähnung der Jakobuskirche mit dem schmucken Turm
erfolgte 1370. Ein wahrer Schatz an der Westwand verweist auf das Jahr 1350 und
wurde bei einer Restaurierung um 1960 entdeckt. Die gotische Wandmalerei sind
einzigartige Zeugnisse im Oberengadin. Die linke Malerei zeigt St. Georg im
Kampf mit dem Drachen, in der Mitte ist Michael als Seelenwäger mit dem Satan
dargestellt und rechts der Hl. Christopherus.
Über Zuoz mit einem sehr gut erhaltenen Dorfkern mit hübschen Häusern aus dem
16./17. Jahrhundert erreicht man das Unterengadin, bei Zernez.
Zernez, das Tor zum Nationalpark
Gleichzeitig ist das romanischsprachige Zernez auch das Zentrum, das
Dreiländereck Schweiz-Österreich-Italien zu entdecken. Ein Muss in Zernez ist
ein Besuch im Nationalparkzentrum. Hier erfahren Sie in einer interaktiven,
erlebnisorientierten Dauerausstellung alles über Fauna und Flora, warum der Bär
in den Nationalpark zurück kehrt, alles über den Alpensteinbock und vieles mehr.
Dieser Park war der erste Nationalpark der Alpen, gegründet 1914 und umfasst
eine Fläche von 172 Quadratkilometer. Über den Ofenpass und durch den
Nationalpark führt Sie der Weg ins Münstertal und nach Müstair.
Weltkulturerbe Müstair, Kloster St. Johann
Wenige Kilometer vor der italienischen Grenze stößt man auf eine 1200 Jahre
alte Klosteranlage aus
karolingischer Zeit, die seit dem 12. Jahrhundert von Benediktiner Klosterfrauen
gepflegt wurde. Die prunkvolle Ausstattung erhielt die Kirche St. Johann im
8./9. Jahrhundert sowie im 12. Jahrhundert. Den großen Reichtum bei seiner
Gründung verdankt das anfängliche Männerkloster einer Morgengabe von Karl dem
Großen. Müstair war ein wichtiger Ort an der Grenze seines Reiches, zwischen dem
neu eroberten Langobardenreich (774) und dem anvisierten Ziel, dem Herzogtum
Bayern. Damit verbunden, die Absetzung des Bajuwarenherzogs Tassilo III., was im
Jahre 788 den vorläufigen Abschluss fand.
Eine Stuckfigur Karls des Grossen befindet sich in der Baldachinnische
zwischen Mittel- und Südapsis. Von besonderer Bedeutung ist der karolingische
Freskenzyklus aus der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts. Sämtliche Wandflächen der
Kirche, inklusive Apsiden und Fensterlaibungen waren ausgemalt. Im 9.-12.
Jahrhundert wurden Retuschen und Übermalungen an den karolingischen Fresken
vorgenommen. Mit dem Einzug der Benediktinerinnen entstand das Bedürfnis die
Apsiden und die Ostwand der Kirche mit neuen Fresken auszustatten. Im
Klostermuseum erfährt man mehr über die bewegte Geschichte und das Leben im
Kloster.
Von Müstair geht es über den Ofenpass auf gleichem Weg wieder nach Zernez
(ca. 40 km) oder über den Südtiroler Vinschgau (Historische Mittelalter Route) und Reschenpass ( ca. 75 km) wieder
in das Unterengadin zurück.
Das Unterengadin
fällt mit dem zwischenzeitlich kräftig dahinrauschenden Inn von 1600 auf 1100
Meter. Das Inntal wird hier enger, wilder und der Inn hat tiefe Schluchten
gegraben. Orte wie Lavin, Guarda, Ardez und Tarasp begeistern mit ihren alten
Häusern und stolzen Burgen. Der Inn verlässt tosend bei Finstermünz in einer
markanten Schlucht mit steil aufragenden Felsen die Schweiz. Diese alte
Zollstätte, hatte seit der Antike (ca. 45 n. Chr.) große Bedeutung auf dem Weg
über die Alpen.
Lavin Die Kirche von Lavin (1480) zählt zu den
wertvollsten Kunstwerken Graubündens. Wenige Jahre später wurde der Chorraum
vollständig bemalt. Beachtenswert ist die Darstellung von Jesus mit den drei
ineinandergefügten Gesichtern als Trinitätssymbol. Die Kirche ist täglich von
9-18 Uhr geöffnet.
Guarda
Guarda zählt zu den schönsten Dörfern Graubündens und wurde mit der
Geschichte des Schellenursli (nach Heidi das berühmteste Kinderbuch der Schweiz)
weit über die Grenzen hinaus bekannt. Im 17. Jh. wurde das Dorf von den
Österreichern völlig zerstört, jedoch wieder aufgebaut. Häuser mit Erker, tief
im Mauerwerk liegende Fenster, Reliefs und den typischen in Mörtel geritzten
Sgraffitis des Engadin schmücken das Bergdorf. Wenn Sie mit dem Auto nach Guarda
kommen, sollten Sie den Parkplatz vor dem Ort nutzen, da es im Ort keine
Parkmöglichkeit gibt.
Ardez
Wie schon Guarda gehört Ardez zu den Dörfern von nationaler Bedeutung. Die
Häuser aus dem 16. und 17. Jh. fallen durch eine großflächige Bemalung auf. Wie
das ehemalige Bäckerhaus „Pan e Pastizaria“ und unweit davon entfernt das Adam-
und Eva-Haus. Ardez wird erstmals im 10. Jh. urkundlich erwähnt. Auf einem
Felshügel thront die Burgruine Steinberg aus der Zeit Karls des Großen. Zur
Ruine führt ein Wanderweg mit prächtiger Aussicht. Die Ruine ist frei
zugänglich.
Scoul (Schuls) - Vulpera - Tarasp
Im Unterengadin sprudeln zahlreiche Mineralquellen aus den Felsen, die an so
manchem Dorfbrunnen eine willkommene Erfrischung sind. In Tarasp trägt die
Carola-Quelle, den Namen der Königin Carola von Sachsen, die Ende des 19.
Jahrhunderts ein häufiger Gast in Tarasp war. Ein kräftigschmeckendes und
calziumreiches Mineralwasser das bei Mangelerscheinungen hilft.
Die Zufahrt nach Tarasp schlängelt sich in engen Kehren hinunter zum
Inn und gleich wieder hinauf in ein malerisches Hochtal mit kleinem See und
Schloss, das weithin sichtbar auf einem Felsen über das Unterengadin wacht. Seit
2010 nimmt ein modernes Brückenbauwerk über den Inn das Unterengadin in Besitz
(geöffnet ab Herbst).Vulpera und Tarasp sollen künftig leicht und schnell zu
erreichen sein.
Sehenswert: Scoul / Schuls: Museum D’Engadina
Bassa, Künstlerhaus Nairs Schloss Tarasp: Sommer täglich, Winter 2 x die
Woche geöffnet
Finstermünz am Inn
Eine der bedeutendsten Zollstationen Tirols seit der Antike, liegt
wildromantisch in einer Schlucht am noch jungen quirligen Inn, gleich unterhalb
der Reschenstraße. Bereits um 45 n. Chr. wurde hier im Bereich von Finstermünz
an der Via Claudia Augusta der Inn mit einer Brücke überwunden. Seit römischer
Zeit bis 1854 war die Zollstätte eine der wichtigsten Station über die Alpen
zwischen Nord und Süd. Zur Festungsanlage gehören ein Brückenturm (ehemals
Zugbrücke), das Sigmundseck (1473 von Erzherzog Sigmund der Münzreiche als
Zollfestung errichtet), eine mittelalterliche Höhlenburg, der Klausenturm
(1502-1537 errichtet) und die Kapelle Mariä Himmelfahrt (1603 von Erzherzog
Maximilian III. dem Deutschmeister in Auftrag gegeben). Der Verein
Altfinstermünz hat eine mittelalterliche Erlebniswelt geschaffen, die Dienstag,
Donnerstag und Sonntag von 13 – 17 Uhr geöffnet ist. Altfinstermünz muss man
sich ab der Kajetansbrücke bei Pfunds auf der alten Römer-straße Via Claudia
Augusta erwandern (ca. 4 km). Ein kurzer aber steiler Waldpfad führt von der
Straße zwischen Martina und der Kajetansbrücke am linken Innufer bei Vinadi kurz
vor der Abzwei-gung Samnaun (kleiner Parkplatz) in ca. 10 Min. zur Festung
hinunter.
Samnaun, mehr als nur zollfrei Einkaufen gehen
Auf der Suche nach Weidegründen siedelten sich die Unterengadiner 800 bis
1000 n.Chr. im 1700 m hoch liegenden Tal an. Der Handelsweg lief bis 1905 über
Spiß nach Tirol, was dem zur Schweiz gehörenden Tal die Zollfreiheit brachte.
Die Schweizer Fahrstraße ab Vinadi ist eng und mit zahlreichen Tunnel bestückt.
Der Schmuggel blühte rund um Samnaun und so verwundert es nicht, dass
historische Schmuggelpfade heute zum Wandern einladen. Eine besondere
Herausforderung ist der Muttler (3294 m) als einstündiger Umweg vom
Schmuggelpfad nach Vnà. Samnaun ist vor allem ein Wintersportzentrum im Verbund
mit Ischgl. Sehenswert sind die Kirche St. Jakobus im Hauptort Compatsch auf
1715 m. Im Weiler Plan befindet sich das Talmuseum im reichgeschmückten >Casa
Ratica< das vom harten Leben am Berg erzählt.
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