Starnberger See - "Süßes Leben" mit Alpenblick

Traditionelles & Schickimicki in wunderbarer
Harmonie...
Zu Königszeiten wurde er Würmsee genannt, wegen seines Zu- und Abflusses, der
Würm, (Würmeiszeit, Würmtal). Der Starnberger See ist mit 56,5 qkm der
zweitgrößte See Bayerns nach dem Chiemsee. Sein Umfang von knapp 45 km ist Ziel von zahlreichen
Radfahrern, die den See auf zwei Rädern erkunden.
Der See "gehört" den Münchnern, er ist "ihr Ausflugssee" und liegt weniger
als 30 km entfernt. Er ist leicht per Autobahn, dem Fahrrad bzw. der
S-Bahn zu erreichen. Starnberg, der größte Ort am See wird durch seine schnelle
S-Bahn-Anbindung schon als Vorort Münchens gezählt. Die S-Bahn führt von
Starnberg weiter über Possenhofen (Sissis Heimat!) nach Tutzing. Der See
bezaubert seine Besucher mit einem – natürlich nur bei schönem Wetter – klaren
Blick auf die Alpenkette im Süden und lädt zu einem Tagesausflug nach München
ein - perfekt für einen rundum gelungenen und abwechslungsreichen Urlaub.
Die Bayerische Seenschifffahrt
Von April bis Oktober hält die Seenschifffahrt neun Schifffahrtsstationen für
Ausflugsgäste bereit. Starnberg, Berg (Votivkapelle König Ludwig II.), Leoni,
Possenhofen, Tutzing, Ammerland, Ambach, Seeshaupt und
Bernried.
Starnberg
Bummeln Sie in Starnberg die Seepromenade entlang, gehen Sie Shoppen oder
trinken Sie gemütlich Ihren Kaffee direkt am See mit Blick in die Berge.
Genießen Sie das „süße Leben“ des Nichtstuns. Entscheiden Sie selbst, ob Sie
einen Blick in die Rokoko-Kirche St. Joseph riskieren. Die Arbeiten der Künstler
sind aber in jedem Fall beeindruckend: Fresken von Christian Winck, die
großartige Kanzel und der Hochaltar von Ignaz Günther
(1725-1775).
Feldafing, Possenhofen-Pöcking und die idyllische Roseninsel
Feldafing, am Westufer ist ein „grünes Dorf“ mit vornehmen Villen, Parks und
Ausblicken. Dem Ort vorgelagert ist die Roseninsel die schon lange vor Christus
besiedelt war und als Kultstätte gedient hat. 1850 kaufte König Maximilian II.
die Insel. Von Feldafing führt ein Weg von etwa 20 Minuten (ab der
Schiffsanlegestelle Possenhofen, ca. 25 Min.) durch den Park bis zum
Glockensteg. Von hier kann man von 1. Mai bis 15. Oktober mit einer kleinen
Personenfähre zur Insel übersetzen. Die Geschichte der Insel sowie die
prähistorischen Funde (ca. 2000 v. Chr.) werden den Besuchern im Museum und
Casino in halbstündlichen (bzw. stündlichen, je nach Besucherzahl) Führungen von
Dienstag bis Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr angeboten. Gartenhistorische
Führungen werden vom Förderkreis der Roseninsel (roseninsel.org) nach
Vereinbarung durchgeführt.
Possenhofen, der direkt am See liegende Ortsteil von Pöcking, wurde durch die
österreichische Kaiserin Sissi weltberühmt. Im Schloss Possenhofen (16. Jh.),
das ihrem Vater Herzog Maximilian Joseph in Bayern gehörte, verbrachte Sissi
ihre Kinder- und Jugendjahre. Im historischen Bahnhof Possenhofen, nahe dem
herzoglichen Schloss, befindet sich ein Kaiserin Elisabeth Museum.
Bernried, das schmucke Dorf mit den schönen Holzhäusern
Etwas verträumt liegt das Dorf, das 1983 zum „Schönsten Dorf Bayerns“ gekürt
wurde, mit seinem hübschen historischen Ortskern am Südwestufer. Viele
Jahrhunderte prägten die Augustiner Chorherren Bernried und Umgebung. Das Dorf
hatte gerade mal den grausamen 30-jährigen Krieg (1618-1648) überstanden, als
ein Dorfbrand im Jahr 1685 die Stiftsbrauerei und Bernrieder Bürgerhäuser
einäscherte. Holz-häuser aus dem Wiederaufbau schmücken heute das Dorf und
stehen unter Denkmalschutz.
Die große Pfarrkirche St. Martin war im alten Bernried die Stiftskirche der
Augustiner Chorherren. Sie steht auf den Resten der ersten romanischen Kirche
aus dem 12. Jh. In gotischer Zeit erhielt die Kirche eine Erweiterung. Der
letzte große Umbau wurde 1659, allem Anschein nach von Caspar Feichtmayr
durchgeführt. Der Wessobrunner war in Bernried ansässig und feierte seine
Hochzeit 1662 in der Stiftskirche. Vor dem Klosterhof mit der Martinskirche
befindet sich die ehemalige Hofmarkskirche, die heutige Pfarrkirche Mariä
Himmelfahrt. Im Jahr 1672 erfolgte ein Anbau der „Gruftkirche“, eine
Wallfahrtskirche, deren eigenwilliger Zugang sich unter der Kanzel befindet. Der
barocke Stuck der Kirche und Gruftkapelle wird Caspar Feichtmayr zugeordnet. Die
Seitenaltäre wurden 1769 von Paul Zwinck nach Entwürfen des Wessobrunner Tassilo
Zöpf angefertigt. 1803 wurde das Kloster Bernried im Rahmen der
Säkularisation aufgelöst. Die Stiftskirche wurde zur Pfarrkirche. Die
Hofmarkskirche wurde von der Gemeinde und Bernrieder Bürgern gekauft und wurde
so vom drohenden Abriss bewahrt. Seit 1949 ist das Kloster Bernried im Besitz
der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing. Ein Spaziergang durch Bernried
ist sehr zu empfehlen, weiters für Kunstinteressierte das Buchheim Museum der
Phantasie, das von der Seepromenade aus über den Uferweg in nur 800 m gemütlich
erreicht werden kann.
Berg, der Schicksalsort des bayerischen Königs

Ein mit frischen Blumen geschmücktes Kreuz am nahen Ufer erinnert an den bis
heute skandal-umwitterten Tod des bayerischen Königs Ludwig II. im Juni 1886.
Der junge König musste sein Leben lassen, was bis heute ein ungelöstes Rätsel
ist. Dahinter kreuzen die Motorschiffe der Seenschifffahrt, Segler, Surfer und
Ruderboote.
Fast schon ehrfürchtig stehen die Besucher vor dem Kreuz und reden über den
Hergang, ob Unfall oder Mord. Auf ihrer Radtour bzw. Wanderung, vom Schiff oder
Parkplatz kommend haben sie ein Schild an der Seestraße, am ehemaligen
Fischerhaus vorgefunden, das die Mordtheorie untermauert, die die Gugelmänner
nicht müde sind, immer wieder in Erinnerung zu rufen. Dabei begann alles einmal
so fröhlich. Im Schloss Berg (17.Jh.) fanden über all die Jahrzehnte rauschende
Feste und Jagdgesellschaften statt. Ludwigs Vater Max II. legte einen eigenen
kleinen Hafen am See an um Gäste zu empfangen, die ab 1854 mit der Eisenbahn
nach Starnberg anreisen konnten. Als Sommerresidenz seines Vaters, war Berg auch
für Ludwig eine Heimat geworden, mehr als die Münchner Stadt. Er liebte von
jeher die Stille. Speziell für ihn wurde sogar eine Telegraphen-leitung nach
München gelegt, damit er seine königlichen Aufgaben erledigen konnte. Seine
Cousine Sissi, die spätere Kaiserin von Österreich, wohnte gegenüber am Westufer
in Possenhofen. 1886 hat die einstige Fröhlichkeit das Schloss verlassen.
Erfahren Sie mehr über König Ludwig
II.
Lesen Sie mehr über die Region am Starnberger See in der Historischen
Route "Die königliche Rokoko-Route"
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