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Palabirn: Gesundes Gold im Vinschgauer Gourmet-Herbst

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Palabirn - Vinschgau Relais und Alpen

Rezept: Palabirn-Schmarren >

 

Südtirol-Vinschgau:

Eine seltene Naturarznei kommt im goldenen Herbst auf den Tisch des historischen Relaishotels Weisses Rössl und dem Sternerestaurant Kuppelrain von Jörg Trafoier.

Im Vinschgau legt man viel Wert auf eine gesunde Herbstalternative und hat eine alte Birnensorte, die Palabirne zu neuem Leben erweckt. Im Gourmetrestaurant Kuppelrain, in Kastelbell kommt die seltene aber ungemein schmackhafte Palabirne excellent zubereitet auf den Tisch. Ein Geschmacksfeuerwerk von erlesenem Genuss, der auch noch gesund ist.

Die Palabirne, deren gesundheitsfördernde Wirkung in den letzten acht Jahrzehnten in Vergessenheit geriet, ist ins Bewusstsein der Menschen zurückgekehrt. Rezepte zum Kochen und Backen werden aus Uromas Zeiten hervorgeholt. Diese gute „Natur-Arznei“ machte noch vor hundert Jahren die Ärzte zur Reife dieser Köstlichkeit regelrecht verdienstlos. „Zur Erntezeit der Palabirne kann der Arzt getrost Urlaub machen, da wird eh keiner krank“, so hallte es damals durch den Vinschgau. Die gesunde Palabirne wächst auf uralten knorrigen Bäumen heran und viele Baumbesitzer haben das Obst bisher missachtet, da die Birne schnell weich und braun wird, rasch verarbeitet werden muss. Die alten Bäume tragen nach einem sonnigen und heißen Frühsommer schwer an ihrer Last. Seit einigen Wochen hört man die Vinschger nur von ihren Palabirnen und der bevorstehenden Erntezeit sprechen. Die Vinschger Bäcker warten schon auf das gesunde Gold um damit ein fruchtiges Palabirnbrot zu backen, das den Urlaubsgästen frisch auf den Frühstückstisch geliefert wird.

Der Wirt vom Weissen Rössl in Lichtenberg bei Prad empfiehlt seinen Gästen die komplette Palabirnen-Kur für zwei Wochen, die sich zur Entschlackung und Entgiftung des Körpers hervorragend eignen würde. „Zehn bis zwölf Birnen am Tag musst frisch vom Baum essen, dann fühlst dich pudelwohl“, so sagt er schmunzelnd. Der Rösslwirt muss es ja wissen, denn die Vinschger in seinen Wirtsstuben reden seit Wochen von nichts anderem mehr, als von den wieder hervorgeholten Überlieferungen rund um die Palabirne. „In der Palabirne stecken alle wichtigen Nährstoffe für den Organismus, sie hält Geist und Seele gesund“, so schwärmt der Rösslwirt, Bernhard Tschenett von der edlen Birne weiter.

Nun, der Rösslwirt hat gut lachen, denn rund um sein Weisses Rössl stehen über zwanzig stämmige über dreihundert Jahre alte Palabirnbäume voller saftiger Früchte, schwer beladen ein jeder Ast. Beinahe hätte er die bildschönen kräftigen Palabirnbäume im Frühjahr 2007 für den neuen Golfplatz vor seinem historischen Landgasthof geopfert. Traditionsbewusst wie er aber ist, hat er es sich nochmals anders überlegt. Seine Leidenschaft zur heimischen Tradition hat er mit dem Erhalt eines südtiroler Kulturgutes, seinem über fünfhundert Jahre alten und dem Verfall preisgegebenen historischen Gasthofes, dem „Weissen Rössl“ im Zentrum des malerischen Dörfchens Lichtenberg mit Südtirols größter Burgruine, bereits bewiesen. Einen kleinen glänzenden Juwel unter allen Hotels dieser Welt hat er daraus gemacht, ein Haus für Historienfans und Genießer edler Weine. Ein wunderschöner Ausblick in die Etschauen bis hinüber zur mittelalterlichen Veste, der Churburg ist inbegriffen. Es vergeht kein Tag an dem der Rösslwirt nicht nach seinen Palabirnbäumen schaut. Vereinzelt fallen reife Früchte vom Baum, die er dann in mundgerechten „Schnitz“ seinen Gästen auf die Sonnenterrasse zum Naschen bringt. Die Birne überrascht wohl jeden mit ihrem süßen Karamellgeschmack. Dieser intensive Geschmack einer gut gereiften Palabirne ist eine Delikatesse, das merkt man schon beim ersten Bissen. Anders als andere Birnen, eine besondere Birne eben – eine Palabirne aus dem Vinschgau.

Die Früchte der knorrigen alten Bäume eignen sich hervorragend zum Trocknen. Aus den trockenen Schnitzen, die sich sehr gut bis Weihnachten halten, wenn kleine Schleckermäuler nicht über sie herfallen, werden Desserts zubereitet und Krapfen gefüllt.

Der Rösslwirt und der Sternekoch Jörg Trafoier verköstigen ihre Gäste in den Palabirn-Wochen im September und Oktober mit vielfältigen und kreativen Menüs rund um diese aromatische Birne. Das Wandern, Radeln und neuerdings auch das Golfen im Vinschgau fördern diesen Gesund-Aktiv-Herbst zusätzlich. Bei diesem Urlaubsgenuss braucht man auch auf den jungen Wein, den „Siaßn“ nicht zu verzichten – Törggelen im Südtiroler Vinschgau halt mal ganz anders und dies der Gesundheit zuliebe mit der Palabirne. (Text: Christa Leopold)


Gourmethotel Kuppelrain

Sternerestaurant Kuppelrain

Das Jugendstilhaus hat sich zum Gourmettempel des Vinschgaus entwickelt. Am Herd komponiert Jörg Trafoier und den Weinkeller hat Sonja Trafoier - eine "Le Donne del Vino" Italiens fest im Griff. Hier lässt es sich in einem angenehmen Ambiente genießen >>> 


Rezept: Palabirn-Schmarren >

 

Kuppelrain, Jörg Trafoier

  • 1 Stern von Michelin seit 2001
  • 16 von 20 Punkten von Gault Millau, 2 Hauben
  • Le donne del vino 2004
  • Patente di Assaggiatore di grappa
  • Ambiente Award 2007 Gault Millau 2008
  • Premio godio 2005
  • 1. Südtiroler Weinkulturpreis 2004 "Restaurant"
  • Cantina d´atrazzione 2004 AIS (Sommeliervereinigung Italia)
  • Gambero Rosso - Gli Emergenti 2000
  • Ambasciatore del Vino 2000 - Enoteca Italiana Siena
  • La Carta delle Carte - 1. Preis "Beste Weinkarte" 1999
  • Speisekartenwettbewerb "HOTEL 98" - 1. Platz Kategorie: "á la carte" 25. März 1998
  • Speisekartenwettbewerb "HOTEL 98" - 1. Platz Kategorie: "Weinkarte" - 25. März 1998
  • Der Feinschmecker zeichnet das Kuppelrain mit 4 F aus, dazu küren die Gourmetkritiker Jörg Trafoier zum Koch des Monats im Januar 2010

 

 

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