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Erlebnis Berg...
Der Königssee, das Herz des Nationalparks Berchtesgaden - mit dem
zweithöchsten Gipfel der bayerischen Alpen, dem Watzmann

Der Königssee liegt in der Pflegezone des Nationalparks. Die Fischerei, Almwirtschaft und auch die
Schifffahrt sind traditionelle Nutzungen. Seit 1909 wird der See mit
Motorschiffen (heute Elektroboote) ab der Anlegestelle Schönau befahren.
Haltestationen am See sind: Kessel, für Wanderungen zur
Gotzenalm, die bereits im 8. Jh. erwähnt wird und weiter zum Jenner, Ober- und
Funtensee. Salet, von hier führt ein rd. 2 km langer Fußweg
vorbei am Mitter- zum Obersee.
Der fjordartige See mit einer Länge von 6,30 km, entstand entlang einer
Bruchzone im Fels und wurde während der Eiszeiten in seine heutige Gestalt mit
200 Meter tiefem Becken geformt. Der Königssee wird mit Schmelz- und Quellwasser
gefüllt und hat Trinkwasserqualität. Seine Fläche beträgt rd. 5 qkm. Im Nordteil
des Sees befindet sich die einzige Insel Christlieger, auch Johannisinsel
genannt.
Die Hauptattraktion aber ist die Halbinsel Bartholomä mit der weltberühmten
Kirche St. Bartholomä, dem Wahrzeichen des Königssees. Auf einer fröhlichen
Überfahrt zu Füßen der Hachelköpfe und des kleinen Watzmanns, legen die Schiffe
an der Echowand einen Stopp ein für das berühmte Trompetenecho, das mystisch
über den See erschallt. Um 1134 wurde die »Basilica Chunigesse« erbaut und
der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. 1522 wird erstmals die Kapelle Bartholomäus
genannt. Der Heilige Bartholomäus ist der Patron der Almbauern, Sennerinnen und
Hirten. 1698 wurde auch Bartholomä barockisiert und Anfang des 18. Jh. durch
einen Anbau (Rotunde) mit dem Jagdschloss (heute Gasthaus mit großem Biergarten)
verbunden.

Auf dem Delta Bartholomä laden leichte Wanderung zum Verweilen ein. So führt
ein Rundweg von etwa ½ Stunde am See und unterhalb der Watzmann Felswände
entlang zum Informationszentrum des Nationalparks Berchtesgaden. Hier erfährt
man mehr über die Veränderungen in der Natur in einer historischen
Waldarbeiterhütte. Die Grundidee ist, die Natur sich möglichst selbst zu
überlassen. Im Winter wird das Rotwild in Bartholomä und im gegenüberliegenden
Reitl gefüttert. Ab Bartholomä führen Bergtouren für gute Geher zum Funtensee,
zur Eiskapelle (ein Gewölbe aus Eis und Schnee aus Lawinenschnee der
Watzmann-Ostwand. Das Betreten ist verboten wegen Einsturzgefahr) und über
Kühroint (sehr schwierig) zurück nach Schönau.
Eingerahmt von mächtigen Felsmassiven besticht der See wohl jeden seiner
Besucher. Die mächtigste und höchste Kletterfelswand (2000 m) der Ostalpen
erhebt sich gleich bei Bartholomä, die gefürchtete Watzmann-Ostwand, die bis ins
Jahr 2010 bereits einhundert Todesopfer forderte. Die Erstbesteigung gelang dem
Ramsauer Bergführer Johann Grill, der Kederbacher genannt, im Jahre 1881. Der
Watzmann und seine Kinder ragen immerhin 2.712 m in den Himmel.
Der „Viehtrieb“ im Frühjahr und Herbst auf die Königssee Almen Salet und
Fischunkel erfolgt per Boot, da aufgrund der steilen Felsufer keine natürlichen
Wege vorhanden sind.
Der Königssee ist ein See mit seltenen Fischarten, wie Seesaibling,
Seeforelle, auch Bachsaibling, Bachforelle, Barsch und Hecht. Aufgrund der
Nährstoffarmut des Sees ist die Pflanzen- und Tierwelt jedoch begrenzt.
Warum ist der See so tief grün?
Das tiefe und auch mystische grün stammt von im Wasser gelösten Kalkteilchen,
die sich im einfallenden Sonnenlicht brechen.
Einen herrlichen Ausblick über den Nationalpark Berchtesgaden verspricht die
Auffahrt mit der Jennerbahn zur Bergstation in 1.800 Metern über dem Meer und
Königssee.
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