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Die königliche Rokoko-Route
Der aus dem tirolerischen Vorarlberg kommende Lech erreicht markant mit dem
Lechfall und kurz vor Füssen bayerischen Boden. Auf seinem Weg zur Donau trennt
er das Allgäu-Schwaben von Oberbayern. Von Füssen aus verlassen wir mit der
königlichen Rokoko-Route die Allgäuer Alpen und durchqueren das Voralpenland mit
seinen lieblichen Hügellandschaften, malerischen Seen, bäuerlichen
Ortschaften, kunsthistorischen Klöstern und besuchen die schönsten
Rokoko-Kirchen des 16. und 18. Jahrhunderts. Die Route führt Sie von den
Königsschlössern Ludwig II. bis zum Starnberger See, in dem der bayerische König seinen tragischen Tod
fand.
Länge der Route: rd. 110
km Abstecher: Ammersee und Kloster Andechs, ca. 50 –
60 km
Füssen: bemerkenswerte Altstadt mit Kloster und Schloss
Füssen, zu Zeiten der Römer „Foetibus“ genannt, war einst eine wichtige
Verbindung auf der alten Römerstraße, der Via Claudia Augusta. Spuren auf
dem Schlossberg zeugen von einem römischen Kastell bereits im 1. Jahrhundert.
Romantische mittelalterliche Gassen weisen den Weg zu reichen Schätzen der
Kunstgeschichte. Im ehemaligen und ursprünglich aus dem 8. Jh. stammenden
Benediktinerkloster St. Mang, hoch über dem Lech, ist heute, in prachtvollen
Barocksälen, das Museum der Stadt (wertvolle Sammlung historischer Lauten
und Geigen) untergebracht.
Den ältesten bayerischen Totentanzzyklus (1602) findet man ebenfalls
im Füssener Museum. (Öffnungszeiten: April bis Oktober, täglich außer Montag,
11.00 bis 17.00 Uhr November bis März, Freitag bis Sonntag, 13.00 bis 16.00 Uhr
). In der Ostkrypta der Barockbasilika St. Mang befindet sich das älteste
erhaltene Fresco Bayerns aus den Jahren um 980. Seinen Wohlstand verdankt
die Stadt den Augsburger Fürstbischöfen, die Ende des 13. Jh. dem Ort am Lech
das Stadtrecht verliehen.
Anfang des 14. Jh. bauten sie die Burg des bayerischen Herzogs Ludwig der
Strenge zu ihrer Sommerresidenz hoch über der jungen Stadt aus. Um
1500 wurde das Schloss von Bischof Friedrich II. in seiner heutigen Form
umgestaltet. Das Hohe Schloss zählt zu Deutschlands bedeutendsten Schlossanlagen
der Spätgotik. Der kurze Weg hinauf zum Schloss sollte unbedingt zum
Tagesprogramm gehören, da schon allein der Innenhof mit äußerst bemerkenswerten
Illusionsmalereien den Betrachter verzaubert und in das Mittelalter zurück
führt.
Beim Bummel durch die hübsche Altstadt fällt in der Spitalgasse, nahe der
Lechbrücke, eine buntbemalte Rokokofassade des Baumeisters Johann Georg Fischer,
mit übergroßem Christopherus (Schutzpatron der Lechflößer) ins Auge. Weitere
Sehenswürdigkeiten in Füssen sind rund um den Franziskanerplatz das
Franziskanerkloster, der Sebastiansfriedhof mit Grabsteinen aus dem 16.
Jahrhundert und nicht zu vergessen gen Norden der Forggensee. Der 17 qkm große
Stausee (1954 angelegt als Hochwasserschutz und zur Sicherung des
Donau-Wasserstandes) lässt nichts mehr von einem künstlichen See erkennen.
Von Juni bis Mitte Oktober bringen die Motorschiffe der Forggenseeschifffahrt
Ausflugsgäste, Wanderer und Radler über den See. Der See gibt einen
großartigen Blick auf die Märchenschlösser Ludwig II., die Allgäuer und
Tannheimer Alpen sowie die Stadt Füssen frei. Der Wander-, Gleitschirm- und
Drachenflieger-Gipfel, der rd. 1880 Meter hohe Tegelberg beherrscht das Panorama
am See. Eine Seilbahn zum Aussichtsgipfel bringt die Ausflügler zum grandiosen
Ausblick über die Königsschlösser, die Allgäuer Alpen und Seenlandschaft der
Voralpen.
Aber nun, machen auch Sie den unvermeidlichen Abstecher nach Schwangau zu den
berühmten Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau.
Schwangau: Schloss Hohenschwangau und Neuschwanstein
Wenige Kilometer östliche von Füssen treffen Sie auf den kleinen Ort
Schwangau, ein heilklimatischer Kurort. Ein Ort der Sommerfrische und
Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen, auf denen man so ganz nebenbei immer
wieder auf die Schlösser des bayerischen Königs Ludwig II. trifft. Für die
Schlösserbesichtigung brauchen Sie viel Zeit und Geduld, denn hier ist die ganze
Welt zu Gast und es hat den Anschein alle auf einmal.
Aber… der Traum des bayerischen Königs Ludwig mit seinen himmelwärts ragenden
Türmen wird auch Sie in den Bann ziehen. Einen Besuch sollten Sie in jedem Fall
einplanen. Die Besucherströme sind bestens organisiert und ich verspreche Ihnen
ein unvergessliches Erlebnis.
Erfahren Sie mehr über König Ludwig II. und wie es zu den Prunkbauten des
Historismus kam und nicht mehr zur Ballon-Seilbahn über den Alpsee, des Königs
Lieblingssees gleich unterhalb seiner beiden Schlösser.
Mehr zu den Schlössern und Geschichte König Ludwig II.
Schwangau, St. Koloman - Auftakt für die Wessobrunner Meister
Bevor Sie die Welt der Schlösser und Schwangau gen Norden auf der
„Romantischen Straße“ verlassen, erreichen Sie linkerhand und zu Füßen des
Tegelberges ein barockes Schmuckstück der Wessobrunner Kunstwerkstatt, die
Kolomanskirche. Der Ursprung der einstigen Feldkapelle mit dem zierlichen
Zwiebelturm geht auf das 15. Jh. zurück. Ende des 17. Jh. wurde die Kirche vom
Wessobrunner Baumeister und Stuckateur Johann Schmuzer umgebaut. Reiche
Stuckdekorationen schmücken Decken und Wände.
Die Wessobrunner Meisterschule: Die Familie Schmuzer
(1621-1752) gründete gemeinsam mit Caspar Feichtmayr (1639-1704) die
Wessobrunner Schule. Diese Schule, wurde zum Begriff über Bayerns Grenzen
hinaus. Ihr entstammen die berühmtesten Baumeister, Freskomaler und Stuckateure.
Namen wie Schmuzer, Feichtmayr, Zimmermann und deren Schüler werden uns auf dem
weiteren Weg der historischen Routen durch das Allgäu und Oberbayern begleiten.
Dieser Schule und Ihren Meistern verdankt Bayern eine große Zahl an wertvollen
Kirchen und Klöstern, die auch den Rang eines UNESCO Weltkulturerbes erlangten.
Ziehen Sie weiter mit Relais und Alpen durch den Pfaffenwinkel und
„durchstöbern“ Sie die Kleinode der Vergangenheit.
Steingaden, eine romanische Kirche mit prachtvollem Rokoko
30 Kilometer nördlich erreichen Sie Steingaden. Die Klosterkirche St.
Johann Baptist (1176) gehört zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken im
Pfaffenwinkel. Allerdings wurde auch diese Kirche im 18. Jahrhundert dem
Zeitgeist angepasst und erhielt unter Franz Xaver Schmuzer (Wessobrunner Schule)
eine Rokokoausstattung. Seit diesem Umbau zählt die reich ausgeschmückte
dreischiffige Pfeilerbasilika
zu den schönsten Rokoko-Kirchen Bayerns, wenn nicht gar Süddeutschlands.
Werke, bekannter Kirchenmaler und Bildhauer wie Johann Georg Bergmüller
(Deckengemälde), Johann Baptist Straub (Welfenepitaphien) und Anton Sturm
(Kanzel) können in dieser Kirche bewundert werden. Aus dem 13. Jahrhundert
befindet sich im Westteil der Kirche ein sehr bemerkenswerter Kreuzgang mit
Netzgewölbe.
Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland in der Wies
Nur 6 km von Steingaden entfernt befindet sich umgeben von einer
lieblichen Wiesenlandschaft mit den nahen Bergen als Kulisse, die 1983 zum
UNESCO Weltkulturerbe erhobene Wieskirche. Auf dem Dachboden eines
Gasthauses in Steingaden fand die Bäuerin Maria Lory am 4. März 1738 einen
„Gegeißelten Heiland“, der von zwei Mönchen des Steingadener Klosters für die
Prozession (1730) aus Holz angefertigt wurde. Sie überzogen den Heiland mit
Leinwand und bemalten die Statue. Nach der Prozession geriet der Heiland in
Vergessenheit. Maria Lory holte den Heiland zu sich auf den Wieshof. Während des
Abendgebetes am 14. Juni 1738 geschah das „Wunder in der Wies“. Der Heiland
weinte, sein Antlitz zeigte Tränen. Das Tränenwunder sprach sich rasch herum und
bis aus Mähren, Tirol und der Schweiz kamen die Wallfahrer um den Heiland zu
sehen. 1740 entstand die erste Feldkirche in der Wies. Baubeginn für die neue
Wieskirche, deren Auftrag der Abt von Steingaden erteilte war 1745, die
Einweihung 1754.
Den Bauauftrag erhielt der Wessobrunner Dominikus Zimmermann (Schüler von
Johann Schmuzer), der damals zu den bedeutendsten Baumeistern Süddeutschlands
zählte. Die Wieskirche wird zu Zimmermanns Hauptwerk. Eines der schönsten Werke
der Rokokomalerei im Chorgewölbe stammt von seinem Bruder Johann Baptist
Zimmermann. Gemeinsam mit den Bildhauern Anton Sturm (Kirchenväter und Plastiken
an den Seitenaltären) sowie Aegidius Verhelst schufen sie ein unvergleichliches
Gesamtkunstwerk des Rokokos fernab der großen Verkehrsströme. Diese Kirche ist
wohl Bestandteil einer jeden Oberbayern- und Allgäu-Reisegruppe. Ein
Stimmengewirr aus aller Welt ist in den Hochsaisonmonaten hier anzutreffen und
als interessierter Besucher sollten Sie viel Geduld mitbringen. Der
ursprüngliche Gedanke einer besinnlichen und stillen Wallfahrt, lässt sich hier
leider nicht mehr nachvollziehen.
Bitte lesen Sie weiter, denn dies wäre nicht Relais und Alpen, wenn wir nicht
einen ganz besonderen Tipp für Sie hätten.
Rottenbuch, der Relais und Alpen Tipp!
Keine 6 km von der Wieskirche entfernt erleben Sie in der Pfarrkirche Mariae
Geburt eine wahre Explosion an Rokokokunst. Wer das Langhaus betritt wird
regelrecht überwältigt von einem unerwarteten Reichtum an Stuck, Farben und
lieblichen Engeln, die fröhlich musizieren oder auf Symbole verweisen. Auch das
Kloster Rottenbuch begann zu romanischen Zeiten und so konnte um 1085 – 1125 der
erste Kirchenbau festgehalten werden. Nach mehreren Umbauten und
Neuausstattungen erhielt Rottenbuch ab 1738 eine grundlegende Erneuerung durch
die Wessobrunner Baumeister und Stuckateure Josef Schmuzer und seinem Sohn Franz
Xaver Schmuzer.
Beteiligt am Gesamtkunstwerk waren die Maler Matthäus Günther
(Hohenpeißenberg), Josef Zwink und Martin Speer. Die Kirchenausstattung wie
Hochaltar und Kanzel stammen von dem in Weilheim ansässigen Franz Xaver Schmädl.
Seine meisterhaft in Szene gesetzten Engel sind es, die der Kirche etwas
Leichtes und Heiteres verleihen. Diese Kirche lädt zur inneren Einkehr und zum
Verweilen ein. Es fällt nicht leicht, diesem Rokokojuwel den Rücken zu kehren,
denn das Gefühl etwas übersehen zu haben verlässt einen nicht.
Kommen Sie einfach wieder!
Schongau am Lech
Von Rottenbuch führt Sie die „Romantische Straße“ in nördlicher Richtung
nach Schongau und Altenstadt (knapp 20 km). Die voralpine Moränenlandschaft ist
vom Lech geprägt. Das ursprüngliche Schongau war zu Zeiten der Römer das heutige
Altenstadt. Die Römerstraße Via Claudia Augusta führte hier vorbei. Im 13. Jh.
wird Neu-Schongau auf einer Erhöhung (Schlossberg) über dem Lech, nahe der alten
Ansiedelung von den Welfen gegründet und später von den Staufern ummauert. Der
Wittelsbacher Kaiser Ludwig der Bayer verleiht im Jahre 1331 Schongau die Stadt-
und Bürgerrechte sowie das Münzrecht. Schongau wird so im 15. und 16. Jh.
bedingt auch durch die Flößerei auf dem Lech zu einer bedeutenden Handelsstadt.
Schongau ist heute eine sehenswerte kleine Stadt, die ihren Besuchern sehr
viel aus der Vorzeit vermitteln kann. Bei einem Spaziergang durch die Stadt
(Tipp! Broschüre „Stadt-Spaziergang“ kostenfrei im Tourismusbüro direkt in der
Altstadt erhältlich) finden „Spurensucher“ Toranlagen zur Befestigung (z.B.
Lechtor), eine Stadtmauer mit Wehrgang, das ehem. Herzogliche Schloss, das
spätgotische Ballenhaus mit einem Treppengiebel von 1420 und eine nicht minder
schöne Stadtpfarrkirche, mit bekannten Künstlern der Wessobrunner Schule:
Domenikus Zimmermann, Deckengemälde von Matthäus Günther (der Peißenberger war
Direktor der Augsburger Malschule, lernte unter anderem bei Cosmas Damian Asam
in München und traf in Würzburg mit Tiepolo zusammen), Franz Xaver Schmädl
fertigte den Hochaltar nach Plänen von Ignaz Günther (nicht verwandt mit
Matthäus Günther!).
Altenstadt - romanische Basilika St. Michael
Die romanische Gewölbebasilika St. Michael in Altenstadt, mit den beiden
wuchtigen Türmen ist einen kurzen Abstecher (2 km) wert. Der Wohlstand der
Ansiedlung im 12. Jh. lässt sich nicht verleugnen. Der Tuffsteinbau der Staufer
besticht mit einer in bayerischen Kirchen ungewöhnlichen Strenge. Die
Gesamtlänge der dreischiffigen Basilika beträgt rd. 40 m, die Breite knapp 19 m
und die Höhe des Mittelschiffes eine Höhe von 13,2 Meter. In der Kirche findet
der Besucher gut erhaltene Fresken aus dem 12. (u.a. Christopherus, 8 m hoch)
und 13. Jh., dazu beherrscht ein romanisches Holzkruzifix (um 1200) „Der Große
Gott von Altenstadt“ den Innenraum.
Die Christusfigur hat immerhin eine Größe von 3,25 m Länge und 3,18 m
Spannweite der Arme. Der Tympanon an der Westfassade (Hauptportal) zeigt den
Kampf mit dem Drachen. Diese romanische Basilika mit den drei Schiffen und drei
parallelen Ostapsiden gehört zu den bedeutendsten Kirchen Süddeutschlands. St.
Michael ist die einzige durchgewölbte Kirche der Spätromanik in Bayern. 1965
wurde die Pfarrkirche durch Papst Paul VI. zu einer päpstlichen Basilika
erhoben. 2004 wurde die Kirche zum Baudenkmal von nationaler Bedeutung erklärt.
Hier verlassen wir die „Romantische Straße“.
Wessobrunn, das Dorf der Rokoko-Meister
Das Kloster Wessobrunn wurde mit seiner bewegten Geschichte und der
Stuckatorenschule zum Mittelpunkt einer ganzen Bauepoche in Europa. Namen wie
Schmuzer, Feichtmayr, Zimmermann, Übelher und Zöpf werden Ihnen in vielen
Kirchen, Klöstern und öffentlichen Bauwerken begegnen.
Die Gründung des Klosters geht nach einer Legende auf den Herzog Tassilo III.
(748-788) zurück. An ihn und die Legende erinnert die „tausendjährige Linde“ in
der Klosteranlage, mit einem Umfang von knapp 14 Metern. Die stürmischen
Reiterheere aus Ungarn plünderten und zerstörten 955 die kleine Mönchssiedlung
und ermordeten Abt Thiento und sechs seiner Mönche, nur drei Mönche überlebten
das blutige Massaker. Am Ort des grausamen Geschehens wurde ein Holzkreuz und
nachfolgend eine Kapelle, die Kreuzbergkapelle errichtet, in Fahrtrichtung
Landsberg, bei Rott (5 km). 1771 wurde die Kapelle umgestaltet und erhielt ein
farbenprächtiges Deckenfresko von Matthäus Günther (Asam-Schüler und Direktor
der Augsburger Kunstakademie). Von Thassilo Zöpf stammen der Stuck, die
Stuckkanzel und der Choraltar.
Die erste romanische Klosterkirche aus dem frühen 11. Jh. fiel einem Brand
um 1200 zum Opfer. Die neue, dreischiffige Basilika wurde 1285 eingeweiht. Sie
erhielt einen freistehenden Glockenturm, den „Grauen Herzog“. Um 1500 wurden die
Klostergebäude neu erbaut. Ab 1680 ergänzte man das Kloster mit dem Fürsten- und
Gästetrakt sowie einem Prälatenbau mit Tassilosaal nach den Plänen von Johann
Schmuzer, der bis zu seinem Tode (1701) die Bauausführungen und Stuckarbeiten
leitete. Seine Söhne Josef und Franz Schmuzer vollendeten das Werk. Mit der
Säkularisation (1803) wurden die Klosterkirche und der größte Teil der
Klosteranlage, die mit Ettal und Tegernsee vergleichbar war, abgerissen. Nur ein
Kupferstich von Michael Wening aus dem Jahr 1701 veranschaulicht die einstige
Größe und wirtschaftliche Bedeutung des Klosters. Heute sind den Besuchern
der Gästetrakt und Tassilosaal zugänglich und können von März bis Oktober von
Dienstag bis Samstag um 10, 15 und 16 Uhr, in den Wintermonaten nur 15 Uhr sowie
an Sonntagen 15 und 16 Uhr besichtigt werden. Das Museum im Kloster ist an
Sonntagen von 14 – 17 Uhr geöffnet.
Neben der Stuckatorenschule erlangte Wessobrunn mit dem 814 entstanden
„Wessobrunner Gebet“ einen weiteren Bekanntheitsgrad. Dieses
Gebet, aus der ehemaligen Klosterbibliothek, gilt als das älteste deutsche
Sprachdenkmal. Das Original befindet sich heute in der Bayerischen
Staatsbibliothek in München.
Die Ausstattung der Pfarrkirche St. Johann Baptist gegenüber den
Klosterbauten ist ein Werk des Feichtmayr Schülers Thassilo Zöpf (Stuck und
Altäre). Die Fresken signierte Johann Baptist Baader, auch „Lechhansl“ genannt.
Die Figuren sind hervorragende Werke von Franz Xaver Schmädl. Das Gnadenbild der
ehemaligen Klosterkirche, die „Mutter der Schönen Liebe“ wurde 1810 in den
nördlichen Altar der Pfarrkirche übertragen, prunkvoll umrahmt von einem
goldenen Strahlenkranz mit Krone.
Wallfahrtskirche St. Leonhard im Forst
Von Wessobrunn aus führt uns der Weg weiter zum Hohenpeißenberg vorbei an
der hübschen Wallfahrtskirche St. Leonhard im Forst. Selbstverständlich waren
auch hier wieder die heimischen Künstler aus Wessobrunn zugange. Somit lohnt
sich der Abstecher um die Werke von Zöpf, Matthäus Günther und Martin Heigl,
einem Schüler von Johann Baptist Zimmermann zu bestaunen.
Hohenpeißenberg, 988 m - ein Juwel am Gipfel und eine großartige Fernsicht
Der Peißenberg (988 Meter) bietet nebst einer äußerst bemerkenswerten
Wallfahrtskirche, gebaut und ausgestattet von Wessobrunner und Peißenberger
Künstlern, noch viel mehr. Einen Wetter-Lehrpfad und eine grandiose Aussicht
über den Pfaffenwinkel mit seiner Alpenkette. Bitte lesen Sie dazu unser Extra
„Hohenpeißenberg – satt sehen geht hier nicht“.
Nun, wenn Sie das mit dem „satt sehen“ doch geschafft haben, möchten wir Sie
in das nur wenige Kilometer entfernte Polling entführen. Weiter geht es entlang
unserer Rokoko-Route nach Weilheim und an den Ammersee mit Dießen und dem
„Heiligen Berg“, das Kloster Andechs. Ein weiterer Gipfel, den Sie unbedingt
erklimmen sollten, nicht nur wegen dem frischen Bier und aussichtsreichen
Biergarten.
Polling bei Weilheim
Auch das Kloster Polling soll auf eine Gründung von Herzog Tassilo III. um
750 zurück gehen. Hier berichtet die Legende von der Auffindung eines Kreuzes
durch den Herzog auf der Jagd. Das „Pollinger Kreuz“ in der Stiftskirche St.
Salvator und Hl. Kreuz stammt aus dem 10. Jh. und befindet sich seit 1628 im
Hochaltar. Das Kreuz ist aus Holz, überzogen mit bemaltem und vergoldetem
Pergament. Anfang des 17. Jh. wurde die Klosterkirche als erste in Bayern im
Renaissancestil umgebaut und erweitert.
Die Baumeister waren die Münchner Jakob und Melchior Bader sowie Jörg
Schmuzer aus Wessobrunn. Die Stuckarbeiten fertigten Jörg Schmuzer und Tassilo
Zöpf ebenfalls aus Wessobrunn an sowie der Pollinger Christian Greinwald. Zu den
Künstlern der Kirche und Kloster zählen weiters die Freskenmaler Johann Bapt.
Baader und Matthäus Günter (Direktor der Augsburger Malerschule), Johann Baptist
Straub aus München weiters Franz Xaver Schmädl aus Weilheim. Die Stiftskirche
kann bedauerlicherweise nur durch ein schützendes Gitter betrachtet werden.
Sehenswert ist das Museum Polling direkt am Kirchplatz im ehemaligen
Seminaristengebäue des Klosters. Auf drei Stockwerken erinnert das Museum an die
Vielseitigkeit von Kunst und Kultur im Klosterdorf Polling. Im ehemaligen
Bibliothekssaal finden heute Konzerte statt. Das Museum ist von März bis
Dezember an Sonn- und Feiertag von 14 – 16.30 Uhr geöffnet.
Weilheim
Relais und
Alpen führt Sie nun weiter in die größte Kleinstadt des Pfaffenwinkels zwischen
Ammersee und Starnberger See. Von der einstigen Stadtmauer existieren nur noch
Reste und die Tore der Stadt aus früheren Zeiten lassen sich nur noch bei einem
Spaziergang durch die Stadt erahnen. Zentrum ist, wie könnte es anders sein, der
Frühbarockbau der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt mit gotischem Turm. Die Kirche
wurde von 1624 – 1628 von Georg Praun aus Wessobrunn errichtet. Weilheimer
Künstler wie Steinle, Greither, Schmädl, Kipfinger und Krumper ließen es sich
nicht nehmen, „ihre Kirche“ zu einem Barockjuwel zu gestalten.
Raisting - die Riesen und das kleine Kirchlein
Die Rokoko-Route führt Sie nun weiter an den Ammersee, vorbei an der
Erdfunkstelle Raisting mit der kleinen Wallfahrtskirche St. Johann, deren
Gründung im 8. Jh. ebenfalls Herzog Tassilo III. zugeordnet wird. Das kleine
Kirchlein, das von den großen Parabolantennen der Erdfunkstelle um ein
Vielfaches überragt wird, ist ein beliebtes Ziel für Hobbyfotografen. Bei
schönem Wetter, speziell bei Föhn ist der Blick bis zur Zugspitze
möglich.
Diessen am Ammersee
Der Ammersee ist mit seinen rd. 47 qkm der drittgrößte See Bayerns, nach
dem Chiemsee und Starnberger See. Er ist malerisch in eine sanfte Kette aus
Moränenhügel eingebettet. Diese anmutige Landschaft macht den Ammersee zu einem
einmaligen „Revier“ für Radfahrer und Wanderer ohne allzu große mühevolle
Steigungen. Die Dorfstraße in Diessen gibt die Hauptattraktion des Südufers
preis. Das Marienmünster des ehemaligen Klosters der Augustiner Chorherren, ein
Muss auf dieser Route.
Die Marienkirche gehört zu den schönsten bayerischen Rokokokirchen. In den
Jahren 1720 bis 1739 wurde die Kirche nach den Plänen von Johann Michael Fischer
komplett neu erbaut. Die Innenausstattung prägten bekannte Künstler wie Francois
Cuvillies (Pläne des Hochaltars), Plastiken von Franz Xaver Schmädl sowie Johann
Baptist Straub (Kanzel). Die Stuckarbeiten übernahmen Franz Xaver und Johann
Michael Feichtmayr. Selbst die Venezianer Giovanni B. Tiepolo und Giovanni B.
Pittoni legten Hand an im Münster, für je 600 Gulden also pro Altarblatt. Von
Tiepolo stammt das Gemälde im Sebastiansaltar in der 2. südlichen Kapelle.
Das monumentale Deckenfresko „Der Dießener Himmel“ in der Kuppel über dem
Altarraum (1736), wie das sich über drei Joche erstreckende Deckengemälde wurden
von Johann Georg Bergmüller (1688-1762) geschaffen. Es wurde sein Hauptwerk. Der
gebürtige Schwabe studierte in Italien und leitete nach seiner Rückkehr die
Augsburger Malerschule. Hier in Dießen steht er im unmittelbaren Vergleich mit
seinem Meisterschüler, dem Südtiroler Johann Ev. Holzer sowie Tiepolo.
Andechs, der Heilige Berg der Benediktiner
Am Südostufer des Ammersees erhebt sich aus den lieblichen Hügeln des
Umlandes eine markante Bergkuppe mit rd. 700 Metern Höhe, auf der sehr deutlich
eine Kirche zu erkennen ist – der „Heilige Berg“. Der Heilige Berg ist
keineswegs eine Erfindung der Bierliebhaber, die sich vom schmackhaften Gebräu
regelmäßig anziehen lassen, sondern eine Bezeichnung, die auf den Vater des
Klostergründers Albrecht III. zurück geht und auf den Reliquienschatz aus dem
10. Jh. hinweist.
Graf Rasso soll von einer Reise ins Hl. Land Partikel von der Dornenkrone,
Geißelrute, Spotzepter, Schweißtuch und vom Kreuz Christi als Reliquien
mitgebracht haben. Die burgartige Anlage erinnert an den Stammsitz der Grafen
von Andechs. Von der einstigen Andechser Burg ist schier nichts mehr zu
erkennen. Die Wallfahrt nach Andechs beginnt im Jahre 1128. Zur Verehrung der
heiligen Reliquien kommt um 1700 die Gottesmutter und nach dem 2. Weltkrieg wird
Andechs Wallfahrtsort für die vertriebenen Schlesier, zumal sich seit 1929 die
Schädelreliquie der hl. Hedwig v. Schlesien in Andechs befindet. Andechs zieht
wie ein Magnet Wallfahrer und Kunsthistoriker an, die das fröhliche
Nebeneinander mit Besuchern des Brauereigasthofes und großen Klosterladen nicht
scheuen. Der kurze steile Weg von etwa 10 bis 15 Gehminuten hinauf zur Kirche
und Gasthof wird gerne und zahlreich in Kauf
genommen.
Die Kirche mit ihrem achteckigen Turm und Zwiebel-haube (1674/75) spiegelt
die Lebensfreude des Berges wider. Die beeindruckende Sonnenuhr im Unterbau des
Turmes von Lothar Schwink erinnert dagegen an die Vergänglichkeit des
menschlichen Lebens. Die drei-schiffige Freipfeilerbasilika ist ein
spätgotischer Bau aus dem 15. Jh. Bis 1755 erhielt die Kirche eine einheitliche
Ausstattung im Spätrokoko. Stuck und Fresken wurden von Johann Bapt. Zimmermann
und Johann Georg Übelher angefertigt, die Figuren von Johann Bapt. Straub. Sie
verwandelten die mittelalterliche Kirche in einen heiteren, künstlerisch
perfekten Kirchenraum. Eine wunderschöne Kirche die einen Besuch lohnt und mit
dem anschließenden Genuss eines Klosterbiers den Tag harmonisch abrundet.
Dank der hohen wirtschaftlichen Bedeutung der Wallfahrt Andechs, fiel
die Säkularisation (1803) relativ glimpflich aus. Die Wallfahrt und
Apotheke durften weiter bestehen. Die Gebäude wechselten ab 1804 mehrfach den
Besitzer, bis 1846 König Ludwig I. das säkularisierte Kloster für die
Benediktiner von St. Bonifaz in München als künftiges Wirtschaftsgut erwarb. Die
Wiedereröffnung als Priorat, des von König Ludwig I. gegründeten Klosters St.
Bonifaz, fand 1850 statt. Bis heute gehört Andechs zur
Benediktinerabtei.
Starnberger See, Bayerns zweitgrößter See mit grandiosem Alpenblick
Den Starnberger See erreicht man in weniger als 20 Kilometer ab dem
Kloster Andechs. Zu Königszeiten wurde er Würmsee genannt, wegen seines Zu- und
Abflusses, der Würm, (Würmeiszeit, Würmtal). Der Starnberger See ist mit 56,5
qkm der zweitgrößte See Bayerns nach dem Chiemsee. Sein Umfang von knapp 45 km ist Ziel von zahlreichen
Radfahrern, die den See auf zwei Rädern erkunden. Der See „gehört“ den
Münchnern, er ist „ihr Ausflugssee“ und liegt weniger als 30 km entfernt
und ist leicht per Autobahn, dem Fahrrad bzw. der S-Bahn zu erreichen.
Starnberg, der größte Ort am See wird durch seine schnelle S-Bahn-Anbindung
schon als Vorort Münchens gezählt. Die S-Bahn führt von Starnberg weiter über
Possenhofen (Sissis Heimat!) nach Tutzing. Der See bezaubert seine Besucher mit
einem – natürlich nur bei schönem Wetter – klaren Blick auf die Alpenkette im
Süden.
Die Bayerische Seenschifffahrt (April bis Oktober) hält neun
Schifffahrtsstationen für Ausflugs-gäste bereit. Starnberg, Berg (Votivkapelle
König Ludwig II.), Leoni, Possenhofen, Tutzing, Ammerland, Ambach, Seeshaupt und
Bernried.
Letzteren Ort am südlichen Westufer nehmen wir von Andechs kommend als
Auftakt für unsere Stippvisite am Starnberger See.
Bernried am Starnberger See
Etwas verträumt liegt das Dorf, das 1983 zum „Schönsten Dorf Bayerns“ gekürt
wurde, mit seinem hübschen historischen Ortskern am Südwestufer. Viele
Jahrhunderte prägten die Augustiner Chorherren Bernried und Umgebung. Das Dorf
hatte gerade mal den grausamen 30-jährigen Krieg (1618-1648) überstanden, als
ein Dorfbrand im Jahr 1685 die Stiftsbrauerei und Bernrieder Bürgerhäuser
einäscherte. Holz-häuser aus dem Wiederaufbau schmücken heute das Dorf und
stehen unter Denkmalschutz.
Die große Pfarrkirche St. Martin war im alten Bernried die Stiftskirche der
Augustiner Chorherren. Sie steht auf den Resten der ersten romanischen Kirche
aus dem 12. Jh. In gotischer Zeit erhielt die Kirche eine Erweiterung. Der
letzte große Umbau wurde 1659, allem Anschein nach von Caspar Feichtmayr
durchgeführt. Der Wessobrunner war in Bernried ansässig und feierte seine
Hochzeit 1662 in der Stiftskirche. Vor dem Klosterhof mit der Martinskirche
befindet sich die ehemalige Hofmarkskirche, die heutige Pfarrkirche Mariä
Himmelfahrt. Im Jahr 1672 erfolgte ein Anbau der „Gruftkirche“, eine
Wallfahrtskirche, deren eigenwilliger Zugang sich unter der Kanzel befindet.
Der barocke Stuck der Kirche und Gruftkapelle wird Caspar Feichtmayr
zugeordnet. Die Seitenaltäre wurden 1769 von Paul Zwinck nach Entwürfen des
Wessobrunner Tassilo Zöpf angefertigt. 1803 wurde das Kloster Bernried im
Rahmen der Säkularisation aufgelöst. Die Stiftskirche wurde zur Pfarrkirche. Die
Hofmarkskirche wurde von der Gemeinde und Bernrieder Bürgern gekauft und wurde
so vom drohenden Abriss bewahrt. Seit 1949 ist das Kloster Bernried im Besitz
der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing. Ein Spaziergang durch Bernried
ist sehr zu empfehlen, weiters für Kunstinteressierte das Buchheim Museum der
Phantasie, das von der Seepromenade aus über den Uferweg in nur 800 m gemütlich
erreicht werden kann.
Zum Schluss der „königlichen Rokoko-Route“ entführt Sie Relais und Alpen an
das Ostufer des Sees, nach Berg. Hier im Schlosspark am See kam der Bayerische
König Ludwig II. tragisch ums Leben.
Berg am Starnberger See
Ein Bild, das über 125 Jahre trennt. Ein mit frischen
Blumen geschmücktes Kreuz am nahen Ufer erinnert an den bis heute
skandalumwitterten Tod des bayerischen Königs Ludwig II. im Juni 1886. Der junge
König musste sein Leben lassen, was bis heute ein ungelöstes Rätsel ist.
Dahinter kreuzen die Motorschiffe der Seenschifffahrt, Segler, Surfer und
Ruderboote. Fast schon ehrfürchtig stehen die Besucher vor dem Kreuz und reden
über den Hergang, ob Unfall oder Mord.
Auf ihrer Radtour bzw. Wanderung, vom Schiff oder Parkplatz kommend haben sie
ein Schild an der Seestraße, am ehemaligen Fischerhaus vorgefunden, das die
Mordtheorie untermauert, die die Gugelmänner nicht müde sind, immer wieder in
Erinnerung zu rufen. Dabei begann alles einmal so fröhlich. Im Schloss Berg
(17.Jh.) fanden über all die Jahrzehnte rauschende Feste und Jagdgesellschaften
statt. Ludwigs Vater Max II. legte einen eigenen kleinen Hafen am See an um
Gäste zu empfangen, die ab 1854 mit der Eisenbahn nach Starnberg anreisen
konnten. Als Sommerresidenz seines Vaters, war Berg auch für Ludwig eine Heimat
geworden, mehr als die Münchner Stadt. Er liebte von jeher die Stille. Speziell
für ihn wurde sogar eine Telegraphenleitung nach München gelegt, damit er seine
königlichen Aufgaben erledigen konnte. Seine Cousine Sissi, die spätere Kaiserin
von Österreich, wohnte gegenüber am Westufer in Possenhofen. 1886 hat die
einstige Fröhlichkeit das Schloss verlassen. Erfahren Sie mehr über König Ludwig II.
Starnberg, das Zentrum am See
Ganz so traurig möchte ich die königliche Rokoko-Route nicht enden lassen,
deshalb noch ein spezieller Tipp – das nahe Starnberg. Bummeln Sie die Seepromenade entlang, gehen Sie Shoppen
oder trinken Sie gemütlich Ihren Kaffee direkt am See mit Blick in die Berge.
Genießen Sie nach soviel Rokoko und Historie das „süße Leben“ des
Nichtstuns. Entscheiden Sie selbst, ob Sie noch einen Blick in die Rokoko-Kirche
St. Joseph riskieren. Das Innere ist dezenter als die vielen großartigen
Kirchen, die hinter Ihnen liegen. Die Arbeiten der Künstler sind aber in jedem
Fall beeindruckend: Fresken von Christian Winck, die großartige Kanzel und der
Hochaltar von Ignaz Günther (1725-1775). Ignaz Günther wird Ihnen in
zahlreichen namhaften Kirchen und Bauten (Schloss Nymphenburg) in München und Oberbayern begegnen, beispielsweise in der schmucken
Kirche in Rott am Inn und dem bezaubernden Kloster Altenhohenau (ein schier
vergessenes Kleinod) gegenüberliegend am Inn in der Nähe von Wasserburg (davon
in Kürze mehr unter Relais und Alpen)
Autorin: Christa Leopold Quellen für den geschichtlichen und
historischen Abriss: Haus der Bayerischen Geschichte sowie die jeweiligen
Kirchen- und Klosterführer.
Details zur Die königliche Rokoko-Route finden Sie hier im Download.
Einfach ausdrucken und auf die Reise mitnehmen.
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