Die Andreas Hofer Route
Auf den Spuren des Tiroler Freiheitskämpfers führt der Weg durch das
Passeiertal, über den Jaufenpass nach Sterzing und weiter nach Innsbruck.
Wussten Sie, dass hier im Passeiertal die Almböden ganz besonders reich bestückt
sind? Nicht weniger als 126 Kräuter wurden auf 50 m² gezählt, auf einer
Höhe über 1.700 Meter. Das Passeier Bergwiesenheu ist das reichhaltigste des
gesamten Alpengebietes. Genießen Sie es bei einem Bad im
Heu.
Länge der Route: ca. 60
km Abstecher: Landesbergbaumuseum am Schneeberg, rd. 20 km,
Schloss Wolfsthurn Mareit ca. 3 km, Landesbergbaumuseum Maiern (ab Mareit) rd. 8
km, Innsbruck ab Sterzing ca. 55 km
Der Relais und Alpen
Tipp! 2009 ist das Gedenkjahr Andreas Hofers. 200
Jahre nach dem Freiheitskampf
Die Historische
Route in Kürze: Klicken Sie dazu bitte auf das 1. Bild und blättern
Sie den Routenverlauf durch.
Der Relais und Alpen Service
Mehr über diese Route können Sie im nachfolgenden Download lesen, den Sie
gleichzeitig als Reiseführer auf die Reise mitnehmen können.
Meran, die Perle Südtirols
Seit den Sissi Jahren ist diese Stadt wie ein Magnet und
zählt zu den bedeutendsten Kurorten der Alpen. Der alte Stadtkern um die Pfarrkirche St. Nikolaus, mit der Laubengasse
die zum Kornplatz führt, lädt zum Shopping. Sehenswert neben der Passerpromenade und
Kurhaus
auch die Pfarrkirche (spätgotischer Hallenbau, gotischer
Flügelaltar) mit dem 80 m hohen Turm und Haube der Renaissance. Tipp!
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff und das Tourismus-Museum »Touriseum« -
Sonderausstellung in der Remise zum Gedenkjahr Andreas Hofer vom 03.4. bis
15.11.2009 "Der mit dem Bart", Geschichte trifft Zukunft.
Schenna
Der Ortskern wird von drei markanten Kirchen geprägt.
Sehenswert die alte gotische Kirche neben der neuen Pfarrkirche, die erst Anfang
des 20. Jh. erbaut wurde. In unmittelbarer Nähe befindet sich die
Begräbniskirche St. Johann (1869), im Mausoleum fand der österreichische
Erzherzog Johann seine letzte Ruhe. Zum hübschen Ortsbild von Schenna gehört
auch eine mittelalterliche Burganlage (1350) mit Burggraben, Schloss Schenna, im
Auftrag von Margarethe Maultasch errichtet.
Dorf und Schloss Tirol
Das Dorf Tirol war Namensgeber für den Stammsitz der Grafen von Tirol
und für das Land Tirol selbst. Das Schloss auf dem Küchelberg wurde um 1140
erbaut und kann vom Dorf aus in einer 20-minütigen Wanderung erreicht werden.
Bis 1420 war die Burg der Sitz der Tiroler Landesfürsten. Bemerkenswerte Fresken
und romanische Arbeiten (Palas, Burgkapelle). Heute beherbergt die Burg das
Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte.
St. Leonhard, Heimat des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer
1767 wurde Andreas Hofer hier am Sandhof (heute das Museum Passeier ) geboren. Wie seine Vorfahren besorgte er die Frachten
über den Jaufenpass nach Sterzing. Bereits mit 23 Jahren zog er als
Vertreter des Passeiertales in den Landtag nach Innsbruck ein. Erzherzog
Johann weihte ihn in die Aufstandspläne ein, die das Land Tirol von der
Fremdherrschaft der Bayern und Franzosen befreien sollten. Im April 1809 erließ Hofer
einen Aufruf zum Aufstand. Nur 3 Tage später kam es zur ersten großen Schlacht
in Sterzing und im Mai zwang er die Belagerer zum Rückzug in der Schlacht am Berg
Isel bei Innsbruck. Im August 1809 schlug er in einer weiteren Schlacht
am Berg Isel die französischen Truppen vernichtend. Ein triumphaler
Einzug in Innsbruck war im gewiss. Als Dank für seine treuen Dienste ernannte
ihn der Kaiser zum Oberkommandanten Tirols. Durch den Frieden von Wien
(1809) fiel Tirol erneut an den verhassten Gegner. Andreas Hofer kehrte
enttäuscht ins Passeiertal zurück. Immer wieder kam es in den nachfolgenden
Monaten zu Kriegshandlungen aber Hofer erhielt keine Unterstützung mehr aus
Wien. Er flüchtete vor der Übermacht der Franzosen auf die Pfandler Alm seiner
Familie. Durch einen Verrat wurde er gefangen genommen und nach Mantua gebracht.
Am 20. Februar 1810 wurde Andreas Hofer hingerichtet. Seine letzte Ruhestätte
fand der Freiheitskämpfer in der Hofkirche in Innsbruck.
2009
ist das Gedankjahr Andreas Hofers.
Erlebnisbergwerk am Schneeberg, 2.355 Meter
Europas höchstgelegenes Bergwerk kann auf eine 800
jährige Geschichte zurück blicken. 1000 Knappen schürften unter schwierigsten
Bedingungen bereits um 1500 nach Blei und Silber. Exkursionen durch das Bergwerk
vermitteln tiefe Einblicke in ein hartes Knappenleben.
Tipp! Lohnender Abstecher in Richtung Timmelsjoch,
vorbei an Moos in Passeier.
Die Jaufenburg
Die Jaufenburg wurde im 13./14. Jh. von den Herren
Passeier erbaut. Von der einst prächtigen Burganlage zeugt nur noch der Eckturm,
in dem sich das Museum befindet.
Jaufenpass, 2.094 Meter
Die Passstraße ist die kürzeste Verbindung zwischen Meran und Sterzing und
wurde schon zu Zeiten der Römer als Pfad genutzt. Funde lassen darauf schließen,
dass der Pfad bereits in der Stein- und Bronzezeit von den Jägern begangen wurde
wie auch im Mittelalter von den Säumern, die Obst und Wein in den Norden Tirols
transportieren und in die Gegenrichtung, das Salz der Haller Salinen. Der Pfad
war teilweise gepflastert und von zweirädrigen Karren befahrbar. Ausgebaut wurde
die Passstraße erst viele Jahrhunderte später, zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
Heute ist die Straße auch im Winter gut befahrbar und führt mitten hinein in die
Skiregion Ratschings-Jaufen.
Ridnauntal - Schloss Wolfsthurn
Im malerischen, rd. 18 km langen Ridnauntal erhebt sich in Mareit einer der
wenigen Profanbauten des Barocks in Südtirols. Das Landesmuseum für Jagd und
Fischerei hat hier seine Heimat gefunden. Am Talende in Maiern finden
Sie die Zeugen des Blei- und Silberbergbaus in Tirol (Südtiroler
Bergbaumuseum). Das Silber der Bergwerke verleihte einst den Fürsten und
Bischöfen des Landes Ruhm und Wohlstand.
Sterzing, Historische Altstadt
Reichgeschmückte Fassaden,
Lauben und Gassen laden zum gemütlichen Einkaufsbummel ein. Seit dem Mittelalter ist
Sterzing ein wichtiger Handels- und Bergwerksort. Der Reichtum der Stadt ist
auf den Abbau von Blei und Silber zurückzuführen.
Der Zwölferturm, das Wahrzeichen der Fuggerstadt
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Zwölferturm (46 Meter
hoch) aus dem 15. Jahrhundert, der die Stadt in zwei Teile, der Alt- und
Neustadt unterteilt. Seinen Treppengiebel erhielt der Turm nach einem Brand
(1867), der alte rote Spitzhelm wurde Opfer des Brandes. Eines der schönsten
Rathäuser Südtirols steht hier in der Neustadt. Der spätgotische Bau (1468-1472)
wurde an Stelle eines Bürgerhauses erbaut. Die Ratsstube ist hier ganz besonders
zu erwähnen (Führungen). Im Innenhof des Rathauses steht ein römischer
Altarstein, der Mithrasstein, der dem persischen Gott Mithra geweiht ist. Der
Stein stammt aus dem Jahre 200 n.Chr. und wurde an der Römerstraße in einer Felsenhöhle
bei Mauls gefunden. Ein weiterer Meilenstein der Römer, aus der Zeit des Kaisers
Septimus, ist im Innenhof zu bewundern, der 1979 bei Bauarbeiten
in der Sterzinger Neustadt gefunden wurde.
Die Heiliggeistkirche und der Süden Sterzings
Am Stadtplatz hinter dem Zwölferturm finden Sie die kleine Heiliggeistkirche
im Bürgerspital. Das zweischiffige Kircheninnere ist mit einem
Kreuzrippengewölbe ausgestattet. Der Raum wurde von Hans von Bruneck vollständig
im 15. Jh. bemalt.
Sehenswert in Sterzing auch die Stadtpfarrkirche „Unsere liebe Frau im Moos“
(15. Jh.) mit den bedeutenden Multscherfiguren am Hauptaltar. In der Nähe
der Pfarrkirche befindet sich das Multscher- und Stadtmuseum im
Deutschordenshaus. Der größte Teil des spätgotischen Flügelaltars vom Ulmer
Bildhauer und Maler Hans Multscher wird hier aufbewahrt. In der Nähe von Sterzing und mit Führungen zu besichtigen,
das Schloss Reifenstein
aus dem 12. Jh., eines der ältesten Schlösser Südtirols.
Wenige Kilometer in Richtung Brixen, befindet sich
Franzensfeste. Zu Andreas Hofers Zeiten auch die
"Sachsenklemme" genannt. Anfang August
1809 wurde der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer von rd. 2.500 Franzosen,
Bayern und Sachsen in einer 2-tägigen Schlacht aufgerieben.
Seine 500 Tiroler waren gegen die Übermacht aus dem Norden, unter
General Lefebvre machtlos. Wenige Tage danach, schlugen die Tiroler Freiheitskämpfer am Berg
Isel bei Innsbruck, die Franzosen vernichtend.
Über Gossensass verlässt man das Eisacktal in Richtung
Brenner (1.374 m ü.d.M.), Wipptal und Innsbruck (ca. 55 km).
Innsbruck
Mit einem Abstecher nach Innsbruck endet die Andreas Hofer Route, hier
fand er seine letzte Ruhe in der Hofkirche. Innsbrucks Altstadt gehört zu den
besterhaltenen Mittelalterstädten Österreichs. Eine der Attraktion der Stadt und
über alle Grenzen hinaus bekannt, ist das Goldene Dachl mit rd. 2.740
vergoldeten Schindeln. Dieser spätgotische Prunkerker wurde zur Erinnerung an
die Hochzeit Kaiser Maximilians I. errichtet. Die historischen Spuren der
Landeshauptstadt von Tirol gehen auf das Jahr 15 v. Christus und bis in die
Bronzezeit zurück. Über 200 Jahre (1420-1665) war Innsbruck
die Residenzstadt der Habsburger. 1806 fällt Innsbruck mit Tirol an die
Bayern, als Verbündete der Franzosen unter Napoleon. 1809 beginnt der Tiroler
Freiheitskampf mit Andreas Hofer an der Spitze. Im Wiener Kongress 1814/15
wird Innsbruck erneut den Österreichern zugesprochen. 1849 löste Innsbruck Meran
als Hauptstadt von Tirol ab.
Details zur Andreas Hofer Route finden Sie hier im Download.
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