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Diese Zeit gehört auch den finsteren Gesellen mit ihren wertvoll geschnitzen,
aber furchterregenden Masken, den Perchten und wilden
Krampussen. Mit einem Höllenlärm ziehen die Perchten mit
ihren Glocken durch Städte und Dörfer - dies soll den Winter vertreiben.
Die Überlieferung sagt aber auch, das die wilde "Percht" umging, um
nachzusehen, ob Ordnung und Sauberkeit in den Häusern herrschte. Die
Perchtenläufe werden regional anders gedeutet und veranstaltet.
Der Krampus begleitet den Nikolaus. Er hat seine Rute dabei
und verhaut schon mal die "bösen" Buben und Madln.
Die Perchten kommen in der Regel an drei bestimmten
Rauhnächten. In der Nacht vor Nikolaus (5./6. Dezember), zur
Wintersonnwend (21./22. Dezember) und in der Nacht vor Hl. Dreikönig (5./6.
Januar). In den Rauhnächten zieht man mit der Rauchpfanne durch den
Bauernhof und Stall. Das "Räuchern", begleitet von Weihwasser sprengen und
Rosenkranzbeten soll den Hof und seine Bewohner beschützen. An diesen Tagen
kommt auch die "Percht". Das Haus musste sauber und ordentlich sein und
keinesfalls durfte an diesen Tagen Wäsche zum Trocknen hängen.
Das Warten auf das Christkindl in den Alpen
4. Dezember: blühende Kirschzweige als Zeichen der
Fruchtbarkeit, die "Barbara-Zweige". Barbara (Darstellung mit
Turm und Schwert), die Patronin der Bergleute gehörte neben der Heiligen
Margaretha und der Heiligen Katharina zu den "Drei heiligen Madln". Barbara ließ
sich gegen den Willen ihres Vaters taufen. Er sperrte sie in einen
Turm ein und ließ sie sogar enthaupten. Auf ihrem Grab blühten nach der Legende
Blumen auf. Noch heute stellen die Frauen in den Alpenländern Kirschzweige oder
auch andere Zweige ins Haus, die bei viel Glück wirklich zu blühen
anfangen.
5. und 6. Dezember: Der heilige Nikolaus
als Gabenbringer kommt mit Bischofsmütze und Hirtenstab auch ins Haus zu den
Kindern. Leckeres Naschwerk ist in seinem "Nikolaussackerl" und Mandarinen,
Nüsse und kleine Überraschungen. Meist wird der Nikolaus von den
Krampussen begleitet, die an die "Percht" erinnern. In Südtirol gibt
es in dieser Zeit die Klosn-Umzüge (z.B. in Prad und Stilfs im Vinschgau). Am
Klostag wird es sehr laut im Dorf, denn der "Eisl" und
der "Klaubauf" bzw. "Tuifl" gehen mit Schellen und Kettengerassel
um. Der Nikolaus begleitet sie mit den "Weißen", den Guten, die Süßigkeiten an
die braven Kinder verteilen.

Drei Donnerstage (nicht in der letzten Woche) vor Weihnachten kommen die
"Anglöckler", "Klöpfler" oder
"Klöckler" von Haus zu Haus. Sie verkünden das Weihnachtsfest,
betteln um milde Gaben und bedanken sich mit Gesang und Gedichten.
Das Christkindl "Anschießen" - heute eine Vorfreude auf die
Geburt des Herrn und einst als Dämonenabwehr in den dunklen Monaten
gedacht.
Der Christbaum seit 1813 in den bürgerlichen Stuben der
Alpenländer, meist eine kleine Fichte oder Tanne. Am Heiligen Abend wurden die
Kerzen entzündet und unter seinen Ästen verbargen sich kleine Geschenke für die
Kinder. Überwiegend durfte der Baum bis zum 6. Januar stehen bleiben, aber in
manchen Stuben steht der Baum sogar bis Maria Lichtmess, 2. Februar, dem
historischen Datum, an dem die Dienstboten ihre Arbeitgeber wechselten.
Erfahren Sie mehr vom Klosn und Klöckeln in Südtirol, von den Buttnmandeln
in Berchtesgaden, den Schiach- und Schönperchten des Salzkammerguts.
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