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Die Dolomiten, eine Bergwelt die man nie vergisst.

Nicht nur Schwärmer sagen... das schönste Bauwerk der Alpen!

 

   St. Magdalena mit den Geislerspitzen

Ein Weltnaturerbe!

135.000 Hektar atemberaubende Naturkulisse wurden am 26. Juni 2009 zum UNESCO Weltnaturerbe erhoben. Die Entstehung dieser südlichen Kalkalpen (auch die „Bleichen Berge“ genannt) geht auf die Zeit des Urmeeres vor ca. 250 Millionen Jahren zurück. Damals waren die zerklüfteten Dolomiten Korallenriffe. Als der afrikanische Kontinent vor etwa 175 Millionen Jahren gen Europa gedrückt wurde, entstanden die Alpen und die Korallenriffe wurden durch die Naturgewalten nach „oben“ transportiert. Immerhin 3.000 Meter über die Meereshöhe hinaus.
Déodat Guy Sylvain Tancrède Gratet de Dolomieu, ein französischer Geologe und Mineraloge entdeckte in einem Stein, während seiner Untersuchungen der Gebirge von Tirol und Italien, eine Mischung aus Kalzium- und Magnesiumkarbonat. Er benannte diesen ungewöhnlichen Alpenstein nach seinem Namen Dolomieu, Dolomit. So kamen die Dolomiten 1789-1790 zu ihrem wohlklingenden Namen.

 

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Die Dolomiten sind sagenumwoben von Zwergenkönigen, Prinzessinnen und Hexen nicht zuletzt wegen der majestätischen Anblicke von den „bleichen“ Bergen bis zu den abendlich rot leuchtenden Felsenstöcken. Der „bleiche“ Rosengarten, in dem Zwergenkönig Laurin seine Rosen züchtete, offenbart sein feuriges Rosenrot dem staunenden Betrachter nur im Sonnenuntergang. Ein abendliches Erlebnis, ein Muss für Südtirol-Urlauber.

Genauso vielfältig wie die Sagen sind die schroffen Felswände mit ihren bizarren Zacken und Gipfelplateaus, einer kargen Mondlandschaft gleich. Dazwischen fruchtbare Täler, weite saftige Almen und Bergwälder mit tiefblauen Seen.

 

Blick von der Seiser Alm auf die Korallenriffe Langkofel und Plattkofel, links dahinter die Sella.

 

Seiser Alm, die größte und höchste Almregion Europas

Glückliche Kühe laben sich auf der Seiser Alm am satten Grün auf ganzen 52 Quadratkilometern. Auf der autoberuhigten Hochfläche (1.800 bis 2.200 Meter ü.d.M.) verkehren Pferdekutschen und wer möchte kommt bequem mit der Seilbahn vom nahen Seis hinauf auf die Alm. Eine Berg- und Talfahrt mit bester Aussicht. Auf den Bergwiesen und Almen gedeiht eine unglaubliche Blütenpracht und wer möchte kann gemütlich spazieren gehen oder zu anspruchsvollen Bergwanderungen aufbrechen. Tipp! Blütenwanderungen und Kräuter sammeln!
Die „Skyline“ der Seiser Alm lässt bei so manchem Städter Gedanken zum Aussteigen aufkeimen. Gen Norden die Geislerspitzen (3.025 m), nach Ost die Sella Gruppe (2.915 m), der Lang- und Plattkofel (3.181 m bzw. 2.964 m), der Rosengarten (2.981 m) gen Süden und zum Westen hin, das Wahrzeichen Südtirols, der Schlern (2.564 m) mit seinen himmelwärts zeigenden Fingern und Hexensagen. Nach Westen die Ötztaler und Sarntaler Alpen bis zum Ortler mit seinen alles überragenden 3.905 m im Südwesten. Eine Kulisse die seinesgleichen sucht.

 

Die Dolomiten, ein Wintertraum...

 

     

                                 Lang- und Plattkofel                        Wahrzeichen Südtirols, der Schlern

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Marmolata
Den höchsten Gipfel der Dolomiten findet man im Marmolatamassiv, das sich von West nach Ost ausdehnt. Weithin sichtbar, die Spitze Punta Penia mit 3.343 Metern, gefolgt von Punta Rocca (3.309 m), Punta Ombretta (3.230 m) bis zum Pizzo und Punta Serauta (3.035 / 3.069 m).

Ins südliche Ombrettatal bricht eine 2 km breite und 800 m hohe Felswand steil ab. Die weicher abfallende Nordseite zum Passo di Fedaia trägt den einzigen Gletscher der Dolomiten, den Ghiacciaio della Marmolada. Der Sage nach einst ein fruchtbares Hochtal, das durch die Gottlosigkeit von zwei Bauern (bzw. einer Gräfin, je nach Sage) zum ewigen Eis wurde. Wie schon das höchste Bergmassiv in Südtirol, der Ortler schrieb die Marmolata im Ersten Weltkrieg eine weniger schöne Geschichte zwischen den Fronten Österreich und Italien. So hält es sich auch mit der Grenze zwischen der deutschen und italienischen Sprache bis heute. Als dritte Sprache der Dolomiten darf das Ladinische hier nicht unerwähnt bleiben.

 

Die große Dolomitenstraße von Bozen bis Cortina...
Weiterfahrt zum Misurina See und Drei Zinnen

Ein landschaftliches Juwel, führt von West nach Ost mitten durch das Weltnaturerbe. Von Bozen aus über das Eggental, Karrersee mit dem Lattemar (2.842 m), weiter durch das Fassatal nach Canazei. Von Canazei führt ein Abstecher über den Passo di Fedaia zur Marmolata. Bleibt man auf der Dolomitenstraße, führt der Weg über den Passo Pordoi nach Araba (eine der schönsten Strecken auf der Dolomitenstraße für Motorsportler oder Radfahrer) vorbei an der Sella Gruppe über den Passo Falzàrego zum 3.244 m hohen Tofana (Seilbahnauffahrt zum Tofane di Mezzo). Die drei Tofanengipfel gehören mit dem Monte Cristallo (3.216 m) zum Ortsbild von Cortina d’Ampezzo.

      

        Pordoi                                                        Tofana

In Cortina endet die am 13. September 1909 eröffnete 110 km lange Dolomitenstraße, die mit großen Schwierigkeiten den Bergen abgerungen wurde. Das erste Teilstück, die Eggentalstraße wurde schon seit 1860 genutzt und führte über eine nur wenige Meter breite Straße durch eine enge Schlucht. 1896 war die Straße über den knapp 1.800 m hohen Karerpass fertig. Damals krönte die Romantik des Karersees mit seinem Latemar ein Grandhotel in dem sogar Kaiserin Sisi verweilte.
Über das Pordoijoch führten bis 1900 noch Saumpfade und 1909 wurde die letzte schwierige Hürde mit dem Falzarego Pass genommen. Im Ersten Weltkrieg (1915-18) wurde die einst für den Fremdenverkehr geplante Bergstrecke zweckentfremdet und für Militärzwecke genutzt.

      

      Cortina mit dem Monte Christallo                                            Die Drei Zinnen

Ab Cortina lädt der Passo Tre Croci zur Weiterreise nach Osten ein. Schon nach kurzer Fahrt erreicht man den Misurina See mit den Drei Zinnen (2.998 m). Ziemlich unspektakulär geht es durch das bewaldete Höhlenstein Tal nach Toblach, das man nach 150 km, schwindelig von den spektakulären Bergstraßen und Felsmassiven erreicht.
Von hier aus kann die Fahrt über das Pustertal und Bruneck nach Brixen und Bozen zurückgehen oder man wählt die Weiterfahrt hinein ins Österreichische. Durch die Lienzer Dolomiten über die Karnische Dolomitenstraße und das Lesachtal nach Kärnten.

 

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