Bozen, die italienische Stadt in den Tiroler Südalpen

Bozen ist die Landeshauptstadt der autonomen Provinz Südtirol.
Sicher fallen jedem, der an Bozen denkt, die Laubengänge mit den unzähligen
Schaufenstern ein, der Obstmarkt mit seinen bunten Marktständen, daß hier
Ötzi seine letzte Ruhe gefunden hat und dass diese Stadt mit Wein & Genießen
in einem Atemzug ausgesprochen werden kann. Bummeln Sie durch diese quirlige
Stadt mit dem Sprachgewirr aus Deutsch, Italienisch und Ladinisch
- zwischen Österreichischer Tradition und dem Dolce Vita
Italiens.
Spaziergang: Waltherplatz - Kornplatz - Waaggasse -
Laubengasse - Obstmarkt - Goethestraße - Dominikanerplatz - Waltherplatz
Vom Waltherplatz mit dem Denkmal für den größten deutschen
Lyriker des Mittelalters, Walther von der Vogelweide (ca. 1170 - 1230) über
den Kornplatz und Waaggasse zur Laubengasse. Die Ursprünge dieses ältesten
Stadtteils gehen zurück bis ins 11. Jh. Die Lauben sind der
alte und neue Handelskern der Stadt. Die lange Reihe der Laubenhäuser erstreckt
sich vom Rathausplatz bis zum Obstmarkt und dokumentiert sehr anschaulich den
Geschmack der Bozener Kaufleute vom 15. bis ins 21. Jahrhundert. Ein Blick in
die Treppenhäuser und Lichthöfe lohnt in jedem Fall. Das alte
Waaghaus mit Doppelbogenfenster und freskengeschmückter Fassade
ist das Prunkstück des Kornplatzes. Von 1342 - 1633 befand sich in diesem Haus
die Fronwaage. Der bedeutendste Bau der Laubengasse ist das Merkantilgebäude.
Die barocke Hauptfassade mit Doppelportal und Freitreppe ist einem italienischen
Palazzo nachempfunden.
Obstmarkt
Ein Anziehungspunkt par Exellance an der Piazza Erbe, schon zu Zeiten Goethes
und Mozart. Auch sie waren begeisterte Obstmarktgeher. 1790 war Goethe Begleiter
der Herzogin von Weimar und logierte beim damaligen Sonnenwirt, Ecke
Museumsstraße. Der Markt inspirierte ihn zu einer Eintragung in sein Tagebuch:
"Auf dem Platz saßen Obstweiber mit runden, flachen Körben über vier Fuß im
Durchmesser, worin die Pfirsichen nebeneinander lagen, dass Sie sich nicht
drücken sollten..." Mitten im Obstmarkt finden Sie an der Ecke Laubengasse
den Neptunbrunnen (1746), "Gabelwirt" im Volksmund
genannt. Früher standen hier Pranger und "Narrenhäusl".
Im Südtiroler Archäologiemuseum in der Museumsstraße (ab
Obstmarkt) finden Sie den Mann aus dem Eis, Ötzi, die bekannteste und
bedeutendste Mumie der Welt. Das Museum dokumentiert die Geschichte Südtirols ab
der letzten Eiszeit bis zu Karl dem Großen. Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag
10 - 18 Uhr (Einlass bis 17:30 Uhr) Juli / August / Dezember täglich
geöffnet.
Das Merkantilmuseum in der Silbergasse, untergebracht im
ehemaligen Merkantilgebäude, ein Prachtbau aus dem frühen 17. Jh. (im
italienischen Barockstil), berichtet von der reichen Handelsstadt
Bozen des 17. und 18. Jahrhunderts, aus der Zeit als unter den Lauben Waren aus
Nord und Süd seinen Käufer fanden.
Dominikanerkirche mit Kreuzgang und St. Johannes Kapelle
Die Dominikanermönche kamen 1272 erstmals nach Bozen. 1276 wird erstmals eine
Dominikanerkirche erwähnt. Ein Kirchenneubau bzw. Umbau in früherer Gotik
ist auf den Beginn des 14. Jhs. zurückzuführen. Die Wandmalereien der
anschließenden St. Johannes Kapelle stammen aus den Jahren 1330/35 und wurden
von dem aus Florenz eingewanderten Bankier Rossi-Boccio, später Botsch genannt,
gestiftet. Der Kreuzgang wird erstmals 1308 erwähnt.
Dom
Seit 1964 ist Bozen Bischofssitz (vorher Brixen) und die Pfarrkirche Maria
Himmelfahrt, auch Unsere liebe Frau vom Moos genannt zum bischöflichen Dom
erhoben. Von der alten romanischen Kirche (1184) sind nur noch das Südportal,
das Pfaffentörl und teilweise das Löwenportal sowie das darüber liegende
Radfenster und der Unterbau des Glockenturms erhalten. Diese Teile haben die
Feuersbrunst des Jahres 1222 überstanden. Vom 14. bis ins 16. Jh. wurde die
Kirche im gotischen Stil wieder erbaut.
Sehenswertes in der Nähe von Bozen:
Schloss Runkelstein (1237), Richtung Sarntal, Historische Route > Schloss Sigmundskron
(945) über der Etsch, seit 2006 Messner Mountain Museum Firmian
Hochplateau Ritten - Oberbozen (800-1500 m), Auffahrt mit
der Seilbahn Ritten (Nähe Bahnhof Bozen) Tipp! Mit der alten Rittner Bahn
(Meter-Schmalspurbahn) von Oberbozen bis Klobenstein (halbstündlich), das ganze
Jahr über.
Die Rittner Erdpyramiden sind im Finsterbachtal
zwischen Lengmoos und Mittelberg, Katzenbachtal unterhalb von Oberbozen und im
Tal des Gasterer Baches zu finden.
Historische Route Eisacktal Weihnachtszeit, Christkindlmärkte Das Rittner Hochplateau, Erdpyramiden - Rittner-Bahn Dolomiten, Weltnaturerbe

Blick von Oberbozen zum Rosengarten und
Lattemar
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